Würselen - Tollitäten legen mitreißende Tanzshow auf die Bühne

Tollitäten legen mitreißende Tanzshow auf die Bühne

Von: ehg
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Genossen den Applaus sichtlich: Die frischgebackenen Tollitäten Micha I. und Hildi I. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Eine rauschende Geburtstagsparty hat die KG „Au Ülle“ zum 6x11-Jährigen unter dem Motto „Wer mache Fastelovend“ im festlich geschmückten Würselener Gürzenich aufgezogen. Präsident Achim Mallmann begrüßte gut gelaunte Gäste, die ihren Teil zum Gelingen des karnevalistischen Spektakels beitrugen.

Den stimmungsvollen Höhepunkt bildete natürlich die Inthronisation von Prinz Micha I. (Thiel) und Prinzessin Hildi I. (Graf-Thiel). Mit ihrer Tanzshow zu „Höhner“-Rhythmen versetzten sie das Auditorium geradezu in Ekstase.

Das A-cappella-Ensemble „5er Ticket“ stimmte ein in eine Sitzung der Spitzenklasse. Zu Klängen des Bundestambourkorps‘ „Alte Kameraden“ hielt die violett-weiße „Ülle“-Streitmacht Einzug. Voller Stolz präsentierte der Präsident die 21-köpfige Jugendgarde, die mit ihrem Tanz mächtig Eindruck machte.

Trockener britischer Humor und atemberaubende Akrobatik folgten mit dem „Wall Street Theatre“, zweifellos ein Top-Act in der Comedyszene! Zwölf „Ülle“-Mädels stellten in ihren schicken Gardekostümen tänzerische Klasse unter Beweis. Den Boden für die Proklamation bereitete „Jod Jeck“ mit Stimmungsliedern.

In einer lustigen Powerpoint-Präsentation stellte sich das neue Herrscherpaar vor – dann folgte sein triumphaler Einmarsch. Es regnete goldene Luftschlangen, und das 15. Herrscherpaar der Düvelstadt warf rote und gelbe Rosen. „Euch trauen wir zu, dass Ihr alle Närrinnen und Narren bis Aschermittwoch begeistert“, rief der Vorsitzende des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken, und hängte dem Prinzen die „Ülle“-Kette um, setzte ihm die Narrenkappe auf und überreichte ihm das Zepter. Tosender Applaus folgte. Prinz und Prinzessin hatten ihre Untertanen schon im Sturm erobert, bevor sie nur ein einziges Wort gesagt hatten.

Ihre Amtszeit stellen sie unter das Motto „Lott os zesame Fastelovvend fiere en et och os Kenger liere, dat me met senge, danze und laache, sich sier völl Freud ka maache“. Der Prinz: „Wir möchten den Karneval nicht neu erfinden und auch keine Superlative setzen, sondern einfach nur mit allen Jecken fröhlich feiern.“ In Mundart abgefasst waren die elf Paragraphen der Regierungserklärung. Zu beachten sei – so die Prinzessin – vor allem Paragraph 5: „ Könt de Tollität de Stroß erav, mösse de Lü schrejje ‚Wöschele Alaaf‘.“ Und: „Fastelovend mösse de Lü danze än sprenge än dozou vööl Leddchere senge.“

Wahr machten sie es selbst, indem sie zusammen mit ihrem prächtigen Hofstaat eine mitreißende Tanzshow abzogen. Die Zugabe gab es im Walzertakt beim großen Finale. Da der Prinz auch im Oppen-Haaler Jungenspiel aktiv ist, konstatierte Bürgermeister Arno Nelles: „Ihr seid das Bindeglied zwischen zwei Brauchtümern, die das gesellschaftliche Leben in der Düvelstadt prägen.“ Er freue sich darauf, mit dem schmucken Prinzenpaar durch die Säle ziehen zu dürfen, aber auch auf den Fettdonnerstag, wenn die Tollitäten das Rathaus erobern wollen.

Der neue Kommandant der Prinzengarde, Michael Mallmann, stellte sich vor, und Mariechen Romina (Krönchen) legte zu Ehren der Majestäten ein starkes tänzerisch Debüt ab. Für den „Ülle“-Präsident bestand kein Zweifel daran, „dass sich der düvelstädtische Karneval in der Region sehen lassen kann“.

Schlag auf Schlag ging es weiter. Auch Ülle-Mariechen Larissa (Kever) überzeugte durch ihre tänzerische Leistung. Die „4 Amigos“ erfreuten mit ihren Leddchere, spritzig und witzig zugleich. Eine Geschichte von Liebe und Leid „erzählte“ die Showtanzgruppe, bevor Hastenraths Will seine Klamauk-Nummer landete. Die „Oecher Originale“ punkten mit Hits der legendären „Atömchen“.

Dem über vier Stunden dauernden Spektakel setzte das Herrenballet mit seiner Biene-Maja-Show die Krone auf. Stets auf der Höhe des karnevalistischen Geschehens war die Kapelle „Loss Jon“ mit Robert Sommer. Und eine Sammlung im Publikum erbrachte 840 Euro zur Finanzierung des Straßenkarnevals.

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