Töpferarbeit in Raku: Teilerlös geht an Schule

Von: Nina Krüsmann
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Batiken, Keramiken, Bilder: Ha
Batiken, Keramiken, Bilder: Hartmut Dammer und Svitlana Bilash präsentieren eine Ausstellung von Trude Adler. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. Bilder und Keramiken von Trude Adler zierten jetzt den Salon des Kunst, Kultur und Wirtschaftszentrums (KKWZ) Villa Herzogenrath. Die Aachener Künstlerin zeigte eine Auswahl ihrer Batiken, Keramiken und ihrer Bilder in Mischtechnik.

Mit einem Teil der Erlöse aus ihrer Kunst unterstützt Adler eine abgebrannte Schule in Afrika. Bunte Blumen, Fische, kleine Büffel, schwarze Engel sowie weiße und braune Eulen - Adlers Kunst ist vielseitig. „Bei den Keramiken bevorzugt Trude Adler die sehr alte japanische Raku-Technik”, erklärt KKWZ-Leiter Hartmut Dammer. Das spezielle Töpferverfahren ist in den letzten Jahren in Europa populär geworden und hat seinen Reiz in den schwarzen, nicht kalkulierbaren Rissen und Krakeluren.

Zunächst wird eine einfache Form aus weißem Raku-Ton modelliert. Im ledergarten Zustand wird diese mit einem Silberlöffel poliert und dann bei 700 Grad Celsius gebrannt. Die Form wird mit weißer Farbe eingepinselt, zweimal getrocknet und darüber kommt eine transparente Lasur. Im Raku-Ofen schmilzt die Lasur bei 1050 Grad Hitze, beim Herausnehmen entstehen Risse. Den Ursprung von Raku finden wir bei kultischen Gefäßen des Zen und der Teezeremonie bei einer jahrhundertealten japanischen Zen-Kultur.

In den 60er Jahren kam die Technik nach Europa. Stäbe, Schnäbel, Füße und Speere - all solche Kleinteile für die entstehenden Keramikobjekte werden in Afrika von einem Schlossermeister angefertigt und dann von Adler eingebaut. „Diese Keramiken haben ihren ganz besonderen Reiz und gefallen mir besonders gut”, sagt Svitalana Bilash, künstlerische Leiterin des KKWZ.

Leuchtende Effekte

Auch ihre Batiken fertigt die Künstlerin in einem sehr aufwendigen und schwierigen Stofffärbeprozess mit Hilfe von flüssigem Wachs. Da beim Batiken nur Mischfarben auftreten und so fast alle diese Werke gedämpfte Farben aufweisen, versucht Adler durch zusätzlichen Einsatz von Farbstiften, leuchtende Effekte zu erreichen. Bei der Mischtechnik ihrer Bilder kombiniert Adler Ölpastellstifte mit Aquarellfarben. Sie zeigen Blumen und Natur in heiterer, unbeschwerter Art.

1942 geboren in Holstein arbeitete Adler bis 1999 als Dozentin für Kunsterziehung am Berufskolleg in Geilenkirchen. Anschließend absolvierte sie Gestaltungs- und Batiklehrgänge sowie einen Malurs in Andalusien. Die Raku-Technik erlernte sie bei den niederländischen Keramikkünstlern Joyce Oyen und Guido Ancion.
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