„Tisch der Gastlichkeit“ ist reich gedeckt

Von: mali
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Ein Rhythmus, bei dem man mit muss: Die Gruppe Trommeltanz-Kultur Südkorea (l.) beeindruckte beim „Tisch der Gastlichkeit“ auf dem Denkmalplatz in Alsdorf. Foto: Sigi Malinowski
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Nilgün Aktas und Sevim Korkmaz (r.) kredenzten Leckeres. Foto: Sigi Malinowski
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Schriftlich festgehalten: Samira Elmahi sammelte im Gästebuch Anregungen der Alsdorfer. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Ob die zuckersüßen Waffeln aus einem türkischen oder deutschen Eisen stammen, war Zoé Sistenich piepegal. Die „Maid“ genoss ebenso wie ihre Freundin Corinna Scheen das warme gepuderte Gebäck. Zwei junge Schülerinnen, die sich zum „Tisch der Gastlichkeit“ am Alsdorfer Denkmalplatz durchfutterten.

Und dabei dem mächtigen Donnerschlag der Trommeln zuhörten, die wohl noch in Ofden zu hören waren. Gemischt mit einem satten Harley-Sound, der von der Rathausstraße „herüberwehte“. Wie Zoé und Corinna zogen die Trommlerinnen um Sung Hie Kalinka (Trommeltanz-Kultur Südkorea) alle Nationalitäten, die mit am „Tisch“ saßen, in den Bann.

Schon früh hatten sich mehr als 100 Besucher auf dem Denkmalplatz ihr Plätzchen gesucht und die Zelte mit internationalen Spezialitäten angesteuert. Dort verkauften beispielsweise Nilgün Aktas (40) und Sevim Korkmaz Bulgur, Lahmacun oder Weinblätter mit interessanter Füllung.

Nilgün Aktas befand, „das ist ein guter Tag heute“. Süleyman Kayhan (65) war gern zum Fest zu Gast, „weil ich mich auch mit meinen deutschen Nachbarn sehr gut verstehe“, hob der Mariadorfer sein Lebensumfeld heraus und bewertete die Alsdorfer Bemühungen um Integration auf beiden Seiten als Erfolg.

Alsdorfs Heimathistoriker Alfred Reimund nutzte die Gelegenheit, bei Döner und Wässerchen oder gefüllten Datteln viele Fotos zu schießen. „Was heute geschieht, ist morgen schon Geschichte“, interessiert ihn auch das „was unsere ausländischen Mitbürger machen. Sie gehören ja zu uns.“

Während der melancholisch anmutenden Musik von HeJoe Schenkelberg zog Samira Elmahi (35) über den kleinen Festplatz und ließ sich in ihr Gästebuch schreiben. „Nur so bekommt man auch richtig mit, was man besser machen könnte.“ Sie vertritt die Ansicht, „wir müssen mehr miteinander kommunizieren“.

Das mochte auch Stadtbibliotheksleiterin Angela Silberberg-Schön. Doch sie konnte in den ersten Stunden des Festes nur sehnsüchtig aus der Stadthalle durchs Fenster gucken. „Ich freue mich aber drauf, nachher noch rüber gehen zu können, denn ich weiß, dass ich dort viele Bekannte treffen werde.“

Auch bei der Merksteinerin Josi Walter kam „das internationale Programm sehr gut an. „Das hat richtig gutes Niveau“, hätte sie am liebsten zum Duo „Tangoyim“ einen Tango Latino am Denkmalplatz hingelegt. „Das sind tolle Musiker. So was hört man nicht überall“, lobte die Besucherin aus der Nachbarstadt. Das werden Marion Wingen und Wolfgang Mingers – zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt Alsdorf – sicherlich sehr gern vernommen haben...

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