Herzogenrath - „Tihange Aus“-Säule für Herzogenrath

„Tihange Aus“-Säule für Herzogenrath

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Einfach aushebeln: Ein Zählwerk misst, wie viele Menschen Tihange abschalten wollen. Foto: Andreas Steindl

Herzogenrath. Über 40.000 Mal ist das belgische Kernkraftwerk Tihange bereits abgeschaltet worden – zumindest symbolisch und von Aachen aus. An einer Protestsäule mit dem markanten schwarz-gelb strahlenden Logo vor dem städtischen Bürgerservice am Katschhof kann der Schalter umgelegt werden.

Vieltausendfach ist der nur rund 60 Kilometer von Aachen entfernte Pannenmeiler auch schon von der Eifel aus ausgehebelt worden, denn bereits seit Ende Oktober respektive Mitte November stehen bereits „Tihange-Aus“-Säulen in Simmerath und Imgenbroich.

In jedem Ort der Städteregion Aachen soll ein solches mannshohes Objekt aufgestellt werden, so das Ziel der beiden Initiatoren, Künstler Rolf Jägersberg und Designer Lars Harmens, „besser noch: in allen 80 Orten der bisher beteiligten ,Ankläger‘“ – also auch in den Niederlanden und Belgien. Wöchentlich sollen die belgische Regierung und Tihange-Betreiber Electrabel mittels der Protestsäulen über die aktuellen Protestzahlen informiert werden. Finanziert werden die rund 500 Kilogramm schweren stählernen Protestsäulen mit digitalem Zählwerk über private Sponsoren.

Wie es denn da mit einer Beteiligung Herzogenraths an diesem symbolischen Protest aussehe und wie man das unterstützen könne, wollte Stadtverordneter Bruno Barth in der Ratssitzung wissen. Mit der Bürgerstiftung in Sachen Spendenakquise im Gespräch zu sein, bekundete ihm Bürgermeister Christoph von den Driesch. Dorthin könne man dann auch spenden.

Mit rund 2000 Euro (inklusive Steuern genau 2380 Euro) schlage das Projekt zu Buche, so der Bürgermeister, dem vorschwebt, die Säule dann jeweils für mehrere Wochen in einem der drei Stadtteile aufzustellen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte Peter Waliczek, Vorsitzender der Bürgerstiftung, dass alleine aus Spenden der Stiftungsmitglieder bereits eine stattliche Summe für das Säulenprojekt zusammengekommen sei. Wer sich ebenfalls beteiligen will, kann einen Betrag auf eines der beiden Konto der Bürgerstiftung einzahlen (siehe Box).

Gehen mehr als die benötigte Summe ein, so Waliczek weiter, „überlegen wir, uns auch an der Messaktion zu beteiligen“. Das Projekt „Tihange Doel Radiation Monitoring“ (TDRM) baut derzeit ein Netzwerk zur Messung radioaktiver Strahlung rund um die umstrittenen Kernkraftwerke Tihange nahe Lüttich und Doel nahe Antwerpen auf.

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