THW-Training: In 20 Meter tiefe Schlucht abgeseilt

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Langsam herablassen: Doppelt gesichert geht es in den Hang hinab. Schwindelfreiheit ist dabei Grundvoraussetzung.

Herzogenrath. Retten aus Höhen und Tiefen stand bei Technischen Hilfswerk auf dem Programm. Verschiedene Teilszenarien wurden gestellt, um den sicheren Umgang mit der Abseil- und Rettungsausrüstung zu trainieren.

Auf einem Truppenübungsplatz in Stolberg-Münsterbusch wurde ein Übungshaus für die THW-Helfer genutzt. Das Abseilen stand als erstes auf dem Plan des Tages. Zunächst sollten die Helfer vom Obergeschoss in die darunter liegende Etage gelangen, um dort Verletzte zu erreichen.

Des Weiteren gab es eine Übung um Verletzte aus beachtlichen Höhen zu retten. Einige Helfer haben sich aus rund zehn Metern Höhe einen Abhang hinunter gelassen, um ein noch besseres Gefühl beim Abseilen zu bekommen – doppelt gesichert versteht sich.

Nach einer kräftigen Stärkung der eigenen Feldküche, folgte der letzte Teil der Ausbildung. Die Aufgabe lautete, über eine Schlucht von etwa fünf Metern Tiefe und 20 Metern Breite ein Drahtseil zu spannen, um eine verletzte Person zu retten. Es war eine besondere Herausforderung, denn es führte kein direkter Weg in die Schlucht. Dank des Einfallsreichtums des Helfer-Teams, gelang es nach einigen Versuchen, das Seil hinüber zu bekommen. An dem Drahtseil wurde daraufhin ein Helfer bis zur Mitte gezogen, um sich von dort mit Hilfe eines „Rollgliss“ (basierend auf dem Flaschenzug-Prinzip) zum Verletzten hinunter zu lassen und ihn von dort aus zu retten.

Es war ein Tag, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht und viel Erfahrung gebracht hat. Zum Ausklang wurde Erlebtes in lockerer Runde noch einmal in Erinnerung gerufen.

Im THW-Ortsverband Herzogenrath ist ein Technischer Zug mit einer Fachgruppe Beleuchtung stationiert. Neben weitreichenden Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sind die THW-Helfer aus Herzogenrath auch auf großflächiges Ausleuchten von Einsatzstellen spezialisiert.

Das THW ist die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von ehrenamtlichen Kräften getragen. Mit technischem Fachwissen und Spezialgerät ist das THW wichtiger Partner für Feuerwehr, Polizei und andere Hilfsorganisationen in Deutschland, Europa und weltweit. Das THW ist Teil des deutschen Beitrags im Europäischen Gemeinschaftsverfahren und leistet im internationalen Bereich technisch-humanitäre Hilfe. In den vergangenen sechs Jahrzehnten war das THW weltweit in mehr als 130 Ländern bei humanitärer Soforthilfe, Projekten und Hilfsgütertransporten im Einsatz – auch mit Helfern aus Herzogenrath.

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