Würselen - Thomas Havers leitet Heimatverein Bardenberg

Thomas Havers leitet Heimatverein Bardenberg

Von: ehg
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Ehrungen beim Heimatverein Bardenberg: Der neue Vorsitzende Thomas Havers (5.v.r.) freute sich, einige Mitglieder für 25- bzw. 40-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Ungewöhnlich früh im Jahr hat der Heimatverein Bardenberg seine Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Kolberg angesetzt. Der Grund lag in der Zusammenlegung von Kalender- und Geschäftsjahr. Was bedingte, dass Rechenschaft nur über die Aktivitäten in den verflossenen neun Monaten abgelegt werden konnte.

Dennoch präsentierte der Vorstand eine Reihe von vorzeigbaren Ergebnissen. Trotz des geringen Mitgliederbeitrages von acht Euro im Jahr, allerdings mit Hilfe von kleinen und großen Spenden, wurden einige sichtbare und auch weniger sichtbare Zeichen gesetzt.

Da ist zunächst die gelungene Neugestaltung des Umfeldes des „Pilzes“ mit großer Unterstützung durch die kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen und die Sparkasse Aachen. Damit stellt sich die Straßenzeile von der Heidestraße über den Vorplatz des alten Bürgermeisteramtes, des Ehrenmales und des Sparkassenbereichs bis hin zum Wahrzeichen des Ortes, dem Pilz, in einem ansprechenden Zustand dar.

Neben diesem größeren Projekt dürfen die Pflegearbeiten an Beeten und Pflanzkübeln nicht übersehen werden. In die Reihe der größeren Projekte ordnet sich auch die Anlage des historischen Friedhofes ein, der im August 2014 nach aufwendigen Arbeiten übergeben werden konnte.

In Abständen wird er durch ausgewählte Grabmale in Zukunft ergänzt werden, so dass sich Bardenbergs Grabmalgeschichte von Ende 1800 bis zur Gegenwart nachvollziehen lassen wird. Möglich wurde das wohl erstmals überhaupt auf einem Friedhof umgesetzte Konzept durch finanzielle Unterstützung der Vereinsmitglieder und großzügige Spenden von Institutionen und Firmen. Hervorgehoben wurde auch die bei der Planung und Ausführung durch das Friedhofsamt der Stadt gewährte Unterstützung.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten des Heimatvereins Bardenberg bildete auch in 2014 die Aufarbeitung der Ortsgeschichte, hinter der sich eine kaum sichtbare Fleißarbeit im Archiv und dessen Umfeld verbirgt.

Die Sperrung der Alten Schule, in der sich das Heimatarchiv befindet, machte die Digitalisierung der Verwaltung unmöglich und erschwerte die Erstellung des Heimatheftes. Dennoch gelang es den Machern, das Heft planmäßig im vergangenen November herauszugeben. Im Heimatheft wurde auch noch ein weiteres Arbeitsfeld des Vereins dokumentiert, die im „Dörflein“ gepflegten Bräuche. Daneben wurden bekannte und weniger bekannte Bardenberger Heimatlieder auf eine CD gebrannt.

Kritischer Punkt: Finanzen

Bei fünf Wanderungen im näheren und weiteren Umfeld des Ortes sowie bei zwei Städtefahrten zum Schloss Benrath und ins Ahrtal kamen Geschichtsinteressierte und Naturfreunde gleichermaßen auf ihre Kosten. Die Geselligkeit wurde insbesondere gepflegt durch das Grillfest im Sommer, die Familienfeier im Advent und die Karnevalsfete „Fastelovend wie fröjer“. Die Gedenkfeier zum Volkstrauertag gestaltete der Heimatverein für die Interessengemeinschaft der Ortsvereine.

Trotz aller finanziellen Hilfen ließen die vielfältigen Aktivitäten den Kassenbestand nicht unberührt. Dass ein kritischer Punkt erreicht worden ist, darauf verwies der Schatzmeister, dessen korrekte Kassenführung durch die Prüfer bestätigt wurde. Auf dem Niveau des Vorjahres hat sich der Mitgliederstand von 682 eingependelt.

Die Vorstandswahlen ließen keine Zweifel aufkommen, dass der Verein den bisher eingeschlagenen Weg fortsetzen wird. Nicht mehr an traten der erste Vorsitzende Werner Breuer, die Wanderwarte Willi Kistermann, Helmut Bergrath und Peter Frohn sowie Beisitzer Alfred Reimund. Mit einem Dankeschön für ihre geleistete Arbeit wurden sie verabschiedet.

Einstimmig zum ersten Vorsitzenden wurde Thomas Havers gewählt. Mit ihm wird eine Familientradition fortgesetzt, war doch bereits sein Großvater bei der Gründung zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte er bis zum Beginn der 1960er Jahre den Verein. In dessen Fußstapfen trat von 1991 bis 2009 Sohn Karl Havers.

Der Arbeitskreis Fahrten und Wandern wird vorläufig von Elfriede Robens und Walter Paggen geleitet. Als stellvertretende Vorsitzende kehrte Heidemarie Bergrath in den Vorstand zurück. Neu in den Vorstand gewählt wurde als zweiter Kassenwart Achim Vergöls. Auch bei den Kassenprüfern vollzog sich ein Wechsel. Für Hildegard Valkysers übernahm Manfred Bock diese Funktion

16 Mitglieder wurden für 25-jährige und fünf für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Die Silberjubilare heißen: Renate Adomeit, Heinz Bonekamp, Dirk und Helga Bonse, Erna Danullis, Egon Dörsch, Karl-Heinz Eschmann, Martin Kaiser, Dr. Franz Kerff, Annemarie Kolberg, Karin Mertens, Kurt Radermacher, Peter Reinhard, Hans Schmitz, Lieselotte Schümmer, Theo Steinmetz und Horst Stiewi. Auf 40 Jahre hatten es Helene Altenrath, Manfred Aretz, Peter Esser, Josef Göbbels und Klaus Lindemann gebracht.

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