Alsdorf - Thema Patientenverfügung: „Thema kann jeden betreffen“

Thema Patientenverfügung: „Thema kann jeden betreffen“

Von: mas
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Die Experten zum Thema „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“: Chefarzt Markus Gatzen, Oberärztin Vanessa Pabst, Rechtsanwältin Christiane Wilms, mha-Vorstand Rolf-Leonhard Haugrund, Brigitte Hinkelmann und Vize-Bürgermeister Friedhelm Krämer (v.l.). Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Bevor es in den Vortrag „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“, ausgerichtet vom Aachener Marienhospital (mha) und vom Förderverein Katholische Stiftung des mha, ging, wurde Stiftungsvorsitzender Rolf-Leonhard Haugrund in den Ruhestand verabschiedet.

Professor Dr. Markus Gatzen, Chefarzt der Medizinischen Klinik am mha, fand sehr persönliche Worte für seinen langjährigen Chef. 42 Jahre arbeitete der nun scheidende Vorstandsvorsitzende Haugrund für das Marienhospital.

„Sie haben das Haus zu dem gemacht, was es ist“, hatte Gatzen ein großes Kompliment parat. Verbunden mit der weiteren Feststellung: „Sie sind der beste Chef, den man sich vorstellen kann.“ Dafür gab es Beifall der 160 Besucher. Den Zuspruch zum Vortragsabend bewertete Professor Gatzen – er fungierte in erster Linie als Moderator beim Gesundheitsforum – vom Rednerpult aus: „Sie sollten sich mal hier hinstellen und schauen. Das ist ein grandioses Bild.“

Sodann stieg die Ärztin Dr. Vanessa Pabst ins Thema ein, über das viele Menschen nicht gerne reden möchten und es tabuisieren. Die Oberärztin am mha verdeutlichte: „Das Thema liegt mir am Herzen, weil ich nicht nur Ärztin bin, sondern auch eine Familie habe.“ Sie zeigte auf: „Ihre Lebenssituation kann sich plötzlich grundlegend verändern.“

Ein Mensch werde plötzlich nicht mehr entscheidungsfähig, zum Beispiel durch einen Unfall. „Denken Sie nicht nur an ältere Menschen, auch jüngeren Menschen passiert so etwas.“ Wie Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten aussehen sollten, erläuterte Dr. Pabst im Detail. „Wie soll die Würde aussehen, mit der Sie sterben möchten? Schreiben Sie alles auf, was Sie bewegt.“

Im Anschluss an das gut 30-minütige Referat hatten die 160 Besucher Gelegenheit, Detailfragen an die Ärzte und an Rechtsanwältin Christiane Wilms zu stellen. Ganz groß in der Diskussion waren dabei Fragen zum möglichen Missbrauch der Vollmacht. Unter anderem zeigte Rechtsanwältin Wilms auf, wie der Unterschied zwischen Generalvollmacht und Vollmacht aussieht.

Thema war zudem: „Wie weit geht das Aufenthaltsbestimmungsrecht?“ Großer Andrang stellte sich ein, als die Referenten auf ganz persönliche Nachfragen einzeln antworteten.

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