Thema Mindestlohn wird bei Naturfreunden beleuchtet

Von: mabie
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Rote Nelken: Die hatten der Vorstand der Naturfreunde Merkstein mit Lothar Bildhauer (l.) und Bruno Barth sowie Rednerin Marika Jungblut für die Gäste im Naturfreundehaus dabei. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Natürlich gehörte auch Musik zum Angebot bei der Maifeier der Naturfreunde in Merkstein. In ihrem idyllisch gelegenen Haus sprach auch Mitglied Marika Jungblut, die für die Partei Die Linke im Städteregionstag aktiv ist, zu aktuellen sozialmarktpolitischen Themen.

Über die Verwurzelung der Naturfreunde in der Arbeiterbewegung schlug Jungblut einen gedanklichen Bogen hin zum heutigen politischen Freizeitverband, der auch in Merkstein seine Heimat gefunden hat. Aktuell bewegte die Rednerin die „noch immer hohe Arbeitslosigkeit“, die sich zwar in Statistiken verringert habe. „Doch es gibt immer mehr Menschen, die in prekären Arbeitsverhältnissen stecken“, unterstrich Marika Jungblut. Lohnaufstockung, Minijobs, die Tätigkeit als Leiharbeiter oder unter teils fraglichen Werkverträgen seien an der Tagesordnung. „Vor allem junge und ältere Menschen leiden unter der Arbeitslosigkeit und deren Folgen“, merkte sie an.

Zwar sei die Einführung des Mindestlohns ein Anfang, doch sei dieser „viel zu niedrig angesetzt“. Zehn Euro wären nach Ansicht der Linken-Politikerin „real“, vor allem auch vor dem Hintergrund einer unter unveränderten Voraussetzung nicht mehr zu bewältigenden Altersarmut.

Weitere Themen waren das Schulsystem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gleiche Bezahlung von Frauen und Männern und die anstehenden Europawahlen. „Es geht um unsere demokratischen Grundrechte und die sozialen Standards in Europa“, sagte sie. Gleichzeitig rief Jungblut dazu auf, die Wahlen als Chance zu nutzen, nicht nur die finanziellen Risiken des geeinten Europas zu tragen, sondern durch Stimmabgabe über die Zukunft mitzuentscheiden.

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