„Thekentratsch“ bei der 12. Zeitenwende in Herzogenrath

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Munterer Thekentratsch: „Die Becker“ und „Frau Sierp“ rockten die Bühne im Streiffelder Hof. Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath. „Da habt Ihr aber richtig Spaß“, jubelt „die Becker“ begeistert zum Auftakt der 12. Zeitenwende in Herzogenrath. Im Streiffelder Hof amüsierten sich rund 50 Zuschauer mit den beiden Halbschwestern aus dem Ruhrpott, die in ihrem Comedy-Programm so richtig „Thekentratsch“ servieren.

„Frau Sierp“, die zweite Schwester, ist der ruhige, etwas spießige Part. Erst wenn sie zur Gitarre greift, geht die Post so richtig ab. Zum Beispiel beim Lied von der „Gri-Gra-Grillsaison“ mit „Ri-Ra-Rostbratwurst“ und „Fli-Fla-Fladenbrot“. Die Becker stellt fest: Grillen geht eigentlich immer und verbreitet einfach gute Laune auf dem Südbalkon.

Genau wie der Karneval, dem die beiden Duisburgerinnen ebenfalls sehr zugetan sind. Und so verbreiteten sie fröhliche Stimmung mit einem Karnevalslied in der Nacht zur Uhrumstellung. Das Publikum sang und klatschte begeistert mit.

Rund 40 Freunde der Zeitenwende hatten sich ein Kombiticket für alle drei Veranstaltungen gekauft und erlebten Kultur pur. Zum ersten Mal dabei war Familie Schmitz aus Herzogenrath, die sich im Streiffelder Hof gleich einen Platz in der ersten Reihe gesichert hatte. Sie wurde von Organisatorin Nadine Schwartz vom städtischen Kulturbüro begrüßt und war begeistert von „ihrer Premiere“.

Nicht nur Musik, Kleinkunst und Kabarett begeistern Jahr für Jahr. Auch die gemeinsame Busfahrt von Ort zu Ort ist mittlerweile Kult. Der eigens gemietete Shuttlebus brachte die Gäste vom Streiffelder Hof zur zweiten Station, dem Soziokulturellen Zentrum Klösterchen. Hier gab es zur Stärkung für die Kulturfreunde eine größere Pause mit leckeren Snacks vom Pannesheider Dorv-Laden.

Schauplätze werden getauscht

Live-Musik in amerikanischer Folktradition mit Rock-Einflüssen und theatralischen Opernelementen erfreute dann zu bereits vorgerückter Stunde die Zuhörer im gemütlichen Ambiente des Saals im Klösterchen. Das Duo Anna Coogan and Willie B schilderte in seinen Liedern Erlebnisse von der Seefahrt und von Grubenunglücken, aber auch aktuelle politische Erfahrungen.

„Wir haben dieses Jahr wieder die drei Spielorte rotieren lassen und enden deshalb diesmal auf Burg Rode, wo wir die Nacht stimmungsvoll ausklingen lassen. Für das nächste Jahr werden die Schauplätze der Zeitenwende wieder getauscht“, erklärt Nadine Schwartz.

Das große Finale auf Burg Rode zog mit der Formation „Needle & Sword“ Musikliebhaber, besonders natürlich Anhänger der irischen und schottischen Folkmusik an. In Herzogenrath sind die Musiker Jessica Hardenberger (Celtic Harp) und Thomas Schneider (Cittern, Tin- und Low- Whistle, Bombarde, Uillean-Pipes, Vocals, Celtic Guitar, Mandoline) nicht zum ersten Mal mit ihren Darbietungen aus den keltischen Regionen der Welt zu Gast gewesen.

Thomas Schneider spielte sogar mehr als drei Jahrzehnte bei der legendären Herzogenrather Folkband. Beim Konzert präsentierte die Band als Sahnehäubchen erstmalig ihr neues Album „The Kitchen Sessions“. Und so klang die Zeitenwende mit herrlichem Celtic Folk aus.

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