Theaterverein Oidtweiler: Seit 30 Jahren mit Herz auf der Bühne

Von: fs
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Gründer und Vorstandsmitglieder mit dem Vorsitzenden Peter Fuhren (4. v.r.) präsentieren das erste Plakat von 1985. Foto: Wolfgang Sevenich

Baesweiler. Viele Mitglieder, Freunde und Gönner waren in die Bürgerhalle Oidtweiler Treff gekommen, um das 30-jährige Vereins- und Bühnenjubiläum des Theatervereins Oidtweiler zu feiern. Vorsitzender Peter Fuhren blickte gern zurück.

„30 Jahre, eine lange Zeit. Wer hätte gedacht, das der Verein so lange Bestand haben würde? Man wollte ja nur mal Theater spielen.“

1984 kamen ein paar Mitglieder des Junggesellenvereins auf die Idee, gemeinsam ein Theaterstück zu spielen. So führte man im Saal Mürkens das Stück „Betriebsklima jammervoll – Betriebsklima wundervoll“ auf. Fuhren: „Ich hatte das große Glück, unter den Zuschauern zu sein und dachte so für mich: Auf dieser Bühne da stehst du nächstes Jahr auch!“

Gründungsmitglieder im Blick

Die Gründungsversammlung war am 26. März 1985. Folgende Personen trugen sich in die Anwesenheitsliste ein und gelten somit als Vereinsgründer: Heinz Geurtz, Klaus Dieter Heipertz, Wilhelm Dietsch, Hans Josef Winkler, Josef Küppers, Erwin Hermes, Peter Fuhren, Eugen Graf, Katharina Graf, Thomas Prepols, Bernhard Thelen, Hans Josef Langert, Andrea Bohlhaar, Gerda Heipertz, Hildegard Winkler, Angelika Esser, Brigitte Wimmer, Johann Esser, identisch mit dem Kassierer Hans Esser, Reiner Küppers, Ralf Peter Plum, Manfred Langert, Uwe Springmann, Ingrid Harren und Matthias Harren. Davon waren die meisten bereit, auch auf der Bühne als Schauspieler mit zu wirken.

Heinz Geurtz übernahm den Posten des Vorsitzenden den er bis 1991 innehatte. Das erste Stück war: „Haus Kiepergass und seine Gäste“. Der Reinerlös belief sich auf 398,35 D-Mark. Das war das Startkapital. Gleichzeitig liefen die Proben zum ersten ernsten Theaterstück: „Kennen Sie die Milchstraße?“ Bald jedoch konnten die Verantwortlichen erkennen, dass Komödien besser beim Publikum ankommen als ernste oder nachdenkliche Stücke. Gleichzeitig liefen Proben für das Weihnachtsmärchen. Unter Leitung von Dieter Heipertz und Angelika Esser wurde 1985 „Die Geisterstunde beim Puppendoktor“ aufgeführt.

Erstes „Auswärtsspiel“

Im Rahmen des Kulturprogramms der Stadt Baesweiler hatte der Verein sein erstes „Auswärtsspiel“ in der Mehrzweckhalle Baesweiler mit einem Weihnachtsmärchen. Der Verein wuchs in seinen Mitgliederzahlen und auch neue Mitspieler wurden gefunden.

So konnte der Verein für „Familienkrach im Doppelhaus“ 1988 Käthe Seib begrüßen, die sich, wie sich später herausstellte, auch als Spielleiterin agierte. Alle konnten mit der Regieleitung von Dieter Heipertz und Ingrid Harren gut leben. Im Laufe der Jahre kamen weitere Spieler hinzu, die auch heute noch aktiv sind, wie Renate Prinz, Martina Hacking, Marion Moll, Heinz Willi Clahsen, Marlene Hüttner, Wolfgang Gerlach, Werner Rinkens, Michelle Puschner, Birgit und Jack Zander.

Doch nicht nur in Baesweiler wurde man auf den Theaterverein aufmerksam. Auch in Hückelhoven wurde gespielt. Die Kontakte dazu knüpfte Pfarrer Wolfgang Döring, der zu dieser Zeit dort tätig war. „Ramba zamba am Lido Maccaroni“ hieß der Knaller der im Altenheim in Alsdorf aufgeführt wurde. Zum Jubiläum „20 Jahre Stadtrechte Baesweiler“ im Jahr 1995 wurde der Einakter „Die Theaterprobe“ auf dem Kirchvorplatz aufgeführt.

Aber nicht nur das Theaterspielen stand auf dem Programm. Viele Mitglieder wirkten einige Jahre beim Konzert der Stadt Baesweiler „Von Melodie zu Melodie“ von Matthias Juchem als Statisten und Komparsen mit. Auch närrisch geht es zu: Beim Karnevalsumzug in Oidtweiler ist der Theaterverein immer mit einer schönen Fußgruppe unterwegs.

Gern spielte man des öfteren für einen guten Zweck. 1989 hieß das Stück: „Familienkrach im Doppelhaus“, vom Erlös wurden 1200 D-Mark für den „Kreis der Behinderten“ gespendet. „Sei doch nicht so dumm, Opa“ und „Lenz wo bleibst du denn?“, hieß es im Jahr 2002, seinerzeit spendete der Verein 500 Euro an das Hilfswerk „Menschen helfen Menschen“ unserer Zeitung.

Die passenden Stücke

Auch jüngst wurden zwei Theaterstücke zu präsentiert. Der Einakter „Wette bleibt Wette“ und das große Stück „Bommels verrückte Heimkehr“. Es ist nicht leicht für solche eine kleine Spielschar, passende Stücke zu finden, sagte Peter Fuhren abschließend. Doch dass es immer wieder gelingt, sei vor allem den Spielleitern Dieter Heipertz, Ingrid Haaren und Heinz Willi Clahsen zu verdanken, denen Beifall galt.

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