Theaterverein begeistert mit Aufführungen vom Dschungelbuch

Von: nt
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Der Theaterverein „Die Mummies“ führt den Klassiker „Das Dschungelbuch“ auf: Ein imposantes Bühnenbild und ausgefallene Kostüme begeisterten nicht nur die kleinen Zuschauer. Foto: Nadine Tocay

Würselen. Gleich zweimal hat der Theaterverein „Die Mummies“ im Euregio-Kolleg sein neues Stück „Das Dschungelbuch – hier steppt nicht nur der Bär“ an einem Tag aufgeführt. Schon eine halbe Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung war das Foyer brechend voll.

Dutzende Kinder und deren Eltern warteten darauf, einen guten Platz zu ergattern. Pünktlich um halb zwölf ging die erste Vorstellung des Tages dann los. Insgesamt dreimal spielten „Die Mummies“ ihr Stück, zwei Tage zuvor war Premiere. „Seit zwölf Jahren gibt es uns jetzt schon“, erklärte Beate Winkler, die „King Louie“, den Affenkönig, spielte. Alles habe angefangen, als ihre Kinder in den Kindergarten gingen. Damals hätten sich die Mütter zu einer Theatergruppe zusammengeschlossen. Schnell hätte man gemerkt, dass ihre Stücke gut ankamen. Im letzten Jahr wurde dann aus den 14 Laienschauspielerinnen ein eingetragener Verein. „Für das neue Stück haben wir ein halbes Jahr lang geprobt“, erklärte Gabriele Renner, die Mogli spielte.

Mogli, das Kind, wächst bei wilden Tieren im Dschungel auf. Eines Tages beginnt der Tiger Shir Khan den Jungen zu jagen, will ihn töten. Baghira, der schwarze Panther, schickt den Jungen daraufhin in das „Menschendorf“. Auf dem Weg dorthin erlebt Mogli zahlreiche Abenteuer, stampft (getreu dem Titel: hier steppt nicht nur der Bär) mit den Elefanten, lernt den Bären Balu und die Schlange Kaa kennen. Das Stück sollte nicht nur die Kinder begeistern, für den Humor der Eltern wurden deshalb extra witzige Textpassagen eingebaut. „Wir haben die Dialoge komplett selbst geschrieben und uns viel Mühe bei der Musikauswahl gegeben“, berichtete Renner. Und auch die ausgefallenen Kostüme wurden selbst geschneidert. „Das war eine ziemliche Herausforderung“, erläuterte sie.

Alles zu organisieren, das Bühnenbild und die Kostüme rechtzeitig fertigzustellen und gleichzeitig noch den Text einzustudieren, das alles habe enorm viel Zeit in Anspruch genommen. „Wir sind ja auch alle noch Mütter und Hausfrauen, viele von uns arbeiten auch“, schilderte sie. Aber ihre Familien unterstützten sie, wo sie nur könnten. Deshalb gehörten sie mittlerweile auch zum Team, halfen bei der Aufführung beim Ausschank und kassierten das Eintrittsgeld. Rund eineinhalb Stunden dauerte das Stück mit Pause. Unterstützt wurde die Theatergruppe von zwei Technikern, die sich während der Aufführung um Licht und Ton kümmerten. „Max Söller und Max Klubisch vom Eurogio-Kolleg begleiten uns jetzt schon seit vielen Jahren“, so Renner. Und bei ihrer Arbeit seien die beiden noch perfektionistischer als „Die Mummies“ selbst.

Mehr als eine Theatergruppe

Und wie perfektionistisch die Gruppe ist, zeigte sich anhand des imposanten Bühnenbildes. Entworfen wurde es von Moni Lutter. Blätter und Geäst, Blumen und Lianen rankten imposant über die Bühne und versetzen die Zuschauer in den tiefsten Dschungel. Der prunkvolle Thron von „King Louie“ auf der rechten Bühnenhälfte und Hocker für die Aasgeier auf der linken rundeten das Bild ab.

„In unserer Gruppe kommen wahnsinnig viele verschiedene Fähigkeiten zusammen“, erläuterte Winkler. Man könne sich immer auf die anderen verlassen, deshalb sei das Ergebnis auch immer zufriedenstellend. „Mittlerweile sind wir mehr als nur eine Theatergruppe“, berichtete sie. Man treffe sich auch außerhalb von Probenterminen. So sei eine richtige Freundschaft entstanden.

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