Baesweiler - Theaterstück „Irgendwie anders” fasziniert die Kleinen

Theaterstück „Irgendwie anders” fasziniert die Kleinen

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
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Ganz schön schwierig, Freunde zu finden, wenn man anders ist: Das Aachener „Das Da Theater” spielt im Kindergarten das Stück „Irgendwie anders” - mit großem Erfolg.

Baesweiler. Gespannt warten die Kinder darauf, dass es los geht. Dann betritt eine etwas seltsame Figur die Bühne. Der Protagonist des Theaterstücks ist von Kopf bis Fuß blau - mit ein paar grünen Punkten - und hat flauschige Schlappohren.

Was ist das für ein Wesen? Ein Mensch? Ein Tier? Sie heißt jedenfalls wie das ganze Stück: „Irgendwie anders”. Die Kinder- und Jugendabteilung des Aachener „Das Da Theaters” spielte das Stück, das Kindern Toleranz im Umgang mit denen, die anders sind als sie, vermitteln soll, im Kindergarten Am Weiher in Setterich. Das Gastspiel sollte für die Kinder ein außergewöhnliches Erlebnis werden. „Viele der Kinder haben noch nie ein Theaterstück erlebt”, so Kindergartenleiterin Beate Scheen, „das ist ein tolles Erlebnis.”

In dem Stück lebt die Figur „Irgendwie anders” allein auf einem hohen Berg, sie hat keine Freunde, und niemand will sich mit ihr beschäftigen. Der stolzierende Pfau, die boxenden Kängurus, die singenden Affen oder die vornehmen Giraffen - niemand freundet sich mit ihr an.

Sie tut alles, um den anderen zu imponieren. Sie stolziert auf den Zehenspitzen wie der Pfau, macht Liegestütze und Kniebeugen mit den Kängurus und versucht, mit dem Deckel eines Kochtopfs mit den Giraffen Tennis zu spielen. Aber alle anderen Tiere wollen lieber unter sich sein. Begründung: „Du bist nicht wie wir, Du bist irgendwie anders.”

Die Aufführung fasziniert die kleinen Zuschauer. Sie bestaunen den prächtigen Pfau, lachen über die lustigen Hasen und werden ganz ruhig, wenn „Irgendwie anders” ganz alleine ist. Als der traurige blaue Protagonist sein Lied singt, müssen die Erzieherinnen den spontanen Applaus der begeisterten Kinder bremsen. Sonst hätten sie glatt die zweite und dritte Strophe verpasst.

Als sich „Irgendwie anders” schon mit der Einsamkeit abzufinden scheint, klopft es an der Tür. Davor steht ein seltsames orangefarbenes Wesen. Es behauptet, genauso zu sein wie „Irgendwie anders”: irgendwie anders. Die beiden freunden sich schnell an. So kommt die Geschichte zu ihrem guten Ende.

Erzieherin Beate Scheen: „Das war toll, in die Augen der Kinder zu sehen. Es hat mich wirklich berührt, das selbst die wilderen Kinder ganz verzaubert waren.”

Für die Kinder war das Theaterstück der Abschluss des Projekts „Fühlen - Gefühle”. Dabei lernten sie Gefühle wie Wärme und Kälte, aber auch Stolz, Traurigkeit oder Freude kennen. Und Freude gab es beim Happy-End auf der Bühne auch eine Menge.
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