Herzogenrath - „Theaterstarter” präsentiert Uraufführung des Grips-Theaters

„Theaterstarter” präsentiert Uraufführung des Grips-Theaters

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„SOS - for Human Rights”: Gestrandete Flüchtlinge diskutieren ihre aussichtslose Lage ...

Herzogenrath. Im Rahmen des Projekts „Theaterstarter”, dem Kinder- und Jugendtheater der Region, zeigt das „Grips-Theater” aus Berlin in einer Uraufführung am Donnerstag, 26. Januar, 18 Uhr, im Forum der Europaschule, Am Langenpfahl 8, das mobile Theaterstück „SOS - for Human Rights”.

Das Stück ist für Kinder ab zwölf (6. Klasse) geeignet. Es ist Teil der gleichnamigen Kampagne von „Jugendlichen ohne Grenzen”, Grips-Theater, Pro Asyl, Borderline Europe, Flüchtlingsräte Berlin und Brandenburg, GEW sowie Beratungs- und Betreuungszentrum Berlin.

Die Situation: Die Außengrenzen der Europäischen Union werden dicht gemacht. Flüchtlinge aus Entwicklungsländern und Krisengebieten, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben in Richtung Europa aufmachen, finden auf dieser Reise oft ihren Tod, darunter auch Jugendliche und Kinder. In Deutschland ist die Situation der Flüchtlinge weitgehend unbekannt.

Dass Tausende auf dem Weg durch Wüste und Meer ihr Leben lassen, unter menschenunwürdigen Verhältnissen in der Landwirtschaft der EU arbeiten oder in Seenot nicht gerettet werden, da die Helfer Kriminalisierung fürchten müssen, ist kein Teil der täglichen Berichterstattung. Umso wichtiger erscheint es, über die katastrophale Lage der Menschenrechte an den Außengrenzen der EU aufzuklären. Das Theaterstück „SOS - for Human Rights” bietet die Möglichkeit, durch konkrete Schicksale Empathie für Flüchtlinge zu entwickeln.

Im Zentrum stehen zwei Mädchen (13 und 16 Jahre alt) und ein junger Mann (etwa 17). Ihre Fluchterlebnisse werden ebenso geschildert wie Bruchstücke aus der Lebenswelt ihrer Herkunftsländer und die Motivation ihrer Flucht sowie die jeweiligen Europa-Bilder. Ihre Geschichten beruhen auf realen, persönlich recherchierten Schicksalen.

Die fiktive Rettungsplattform bildet den zentralen Spielort der Handlung: Die drei Hauptfiguren haben Schiffbruch erlitten und stranden zufällig gemeinsam auf einer inselartigen Konstruktion mitten im Meer. Jamila war mit ihrer seit Jahren in Potsdam lebenden Familie nach Ghana abgeschoben worden, ihre Cousine Naisha hatte dort schon immer in Armut und Perspektivlosigkeit gelebt.

Gemeinsam wollen sie nach Deutschland zu flüchten, Jamila, um wieder mit Familie und Freunden vereint zu sein, Naisha, damit sie sich dort ihren Wünschen und Fähigkeiten entsprechend entwickeln kann. Auf der gefährlichen, aber auch abenteuerlichen Reise, begegnen die beiden Kerim, einem afghanischen Flüchtling: Er versucht bereits seit Jahren, nach Europa zu gelangen, um seinem von Kriegen gebeutelten Land zu entkommen und eine menschenwürdige Arbeit zu finden, doch nie darf er bleibent.

Der Eintritt zum Theaterstück beträgt 4,50 Euro für Kinder, Jugendliche ab 13 und Erwachsene zahlen 5,50 Euro. Ab Gruppen von 20 Personen wird ein Rabatt von einem Euro pro Person gewährt.
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