Theater: Mit „Wahlkampf“ startet der Weidener Sommer

Von: ehg
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Würselen. Genervt betritt Bürgermeister Wilhelm Haberkorn (William Omujike) sein Büro, nimmt am Schreibtisch Platz und legt die Füße darauf. „Was könnte das Leben schön sein“, macht er aus seiner Amtsmüdigkeit keinen Hehl. „Das Herz sagt Ja, aber der Kopf Nein“, möchte er sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen.

Darauf schenkt er sich einen doppelten Cognac ein. Seine Frau (Marie Wehner/Anna Schaffeldt) macht ihm hingegen laufend Vorhaltungen, nicht zuletzt wegen seiner „Sauerferei“. Sie möchte um keinen Preis als „Frau Bürgermeister“ zurücktreten und organisiert den Wahlkampf für den amtsmüden Ehemann.

Probenfleiß hat sich gelohnt

Zum Auftakt des Weidener Sommers ging an zwei Abenden die Komödie „Der Wahlkampf“ aus der Feder von Wilfried Reinehr im Pfarrheim St. Lucia über die Bühne, in Szene gesetzt vom Literaturkurs der Stufe Q1 des Heilig-Geist-Gymnasiums in der Regie von Wilfried Bonn. Nach einem halben Jahr Schauspieltraining und einem weiteren halben Jahr Probenarbeit traten 16 Mädchen und Jungen voller Spielfreude ins Rampenlicht, um sich in ihren Rollen, die ihnen auf den Leib geschrieben schienen, nach allen Regeln der Schauspielkunst auszuleben.

Was von den Besuchern der beiden Aufführungen immer wieder durch animierenden Applaus „honoriert“ wurde. Sie erlebten – Lacher sind an der Tagesordnung – hautnah mit, wie Haberkorns Gegenkandidat (Johannes Tölpel) mit allen Mitteln versucht, die Bürgermeisterwahl für sich zu entscheiden. Er verbündet sich dazu mit dem reichen Bauunternehmer Mühlbauer (Jakob Schafranek), der die Gunst der Stunde nutzt, um künftig Aufträge der Gemeinde an Land zu ziehen.

Dabei mischt gehörig der Hausmeister Emil Flachmann (Andre Oppenheimer) mit, der sich so ganz nebenbei 500 Euro Bestechungsgeld von Mühlbauer einsteckt. Sich aber auch an die Sekretärin des Bürgermeisters Julia Nagel (Valeria Weber/Christina Erz) heranmacht. Die Klüngelei im Kölsche Stile nimmt ihren Lauf. Thomas Tölpel (Thilo Zöller) hält unterdessen um die Hand von Karin Haberkorn (Aylina Sujata/Lena Schaefer) an.

Die Frau des Bürgermeisters gerät („Lassen Sie die Finger von meiner Tochter!“) in Panik, während ihr Mann sich ihm geneigt zeigt. Das Verwirrspiel nimmt seinen Lauf: Bürgermeister Haberkorn wird entführt. An seiner Stelle nimmt der Penner Wilhelm Lampe (William Onwujike) auf dem Sessel des Bürgermeisters – wider Willen – Platz.

Mühlbauer hatte das Spielchen geschickt einfädelt. Der vermeintliche Bürgermeister stellt das Bürgermeisteramt auf den Kopf. Schließlich bereichert er sich um 20.000 Euro und macht sich aus dem Staub. Und der Amtsschwindel fliegt auf.

Eine echte Teamarbeit

Daraufhin zieht Tölpel seine Kandidatur zurück, ebenfalls Wilhelm Haberkorn. Schließlich heiraten Karin Haberkorn und Thomas Tölpel. Wer neuer Bürgermeister wird, ist nicht schwer zu erraten: Thomas Tölpel. Womit das Bürgermeisteramt in einer Hand bleibt! Die Szenerie mischten immer gehörig auf Tochter Klara Tölpel (Alessia Karasch/Franziska Sroczynski) und die ältere Dame aus dem Dorf, Martha Mager (Pia Holste/Chiara Brunet). Aylin Duman assistierte Regisseur Wilfried Bonn, die Technik besorgte Sven Xhonneux.

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