Baesweiler - „The Rooftop Rockers” mögen es vertrackt

„The Rooftop Rockers” mögen es vertrackt

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Keine Angst vor langen Songs: die Rooftop-Rockers Michael Eichelmann, Lars Jacobi und Alexander Sennholz (v.l.) halten auch nicht allzu viel von einfachen Rhythmen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Was ist wohl wichtiger: die Freundin oder die Band? Die Antwort auf diese Frage fällt keinem der drei Musiker von „The Rooftop Rockers” wirklich schwer. Denn die Jungs nehmen ihre Musik ernst. Verdammt ernst sogar.

„Jede Bandprobe ist für uns absolutes Pflichtprogramm”, sagt Gitarrist Michael Eichelmann. Und Mädchen? Tja, die müssten dann im Zweifelsfall auch mal zurückstecken...

Viele Einflüsse verarbeiten

Das klingt ambitioniert. Seit gut zwei Jahren ist das Trio musikalisch unterwegs und fühlt sich nach Etappen als „Revolution Troops” und „Nexus” mit dem aktuellen Bandnamen richtig wohl. Nicht bloß, weil er das gewünschte „The” im Titel führt. „Dachrocker - das klingt so nach einer Bloc-Party in New York”, sagt Alexander Sennholz.

Und wie New York traditionell ein Schmelztiegel für Musikstile ist, packen auch „The Rooftop Rockers” ziemlich viele Einflüsse in ihren Sound. Angefangen haben der 18-jährige Bassist und Sänger Alexander und Gitarrist Michael Eichelmann (18) vor zwei Jahren mit watteweichem Gitarrensound à la Jack Johnson.

Dann kamen Funk, Rock, Jazz. Mittlerweile sind musikalische Grenzen ganz aufgeweicht. Ähnlich wie bei der Prog-Rock-Band „The Mars Volta”, die die Baesweiler Musiker sehr schätzen. Wie die halten es auch die „Rooftop Rockers” nicht mit herkömmlichen Songstrukturen und -längen. So haben sie ein Stück im Repertoire, das es auf gut 15 Minuten Spielzeit bringt. Michael: „Es geht bei unserer Musik mehr um die Atmosphäre als um den Refrain. Von einfachen Rhythmen halten wir uns fern.”

Vorlieben

Solche Vorlieben stellen die Musiker auch vor Probleme. So musste Alexander den ein oder anderen vertrackten Basslauf ein wenig vereinfachen, um mit seinem Gesang nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Und ausgefallenere Instrumente wie eine Melodika, die sie in einem Stück verwendet haben, können sie auf der Bühne nur dann spielen, wenn ein Freund einspringt.

Texte spielen bei all dem die zweite Rolle. Erst kommt die Musik, die nicht selten beim Herumjammen im Bandkeller entsteht. Wie das klingt, wird beim zweiten Vorentscheid zum CAP-Contest in Baesweiler zu hören sein. Am Freitag, 15. Mai, steht die Band um 20 Uhr auf der Bühne des Malteser-Jugendtreffs an der Wolfsgasse in Setterich.

Bei der Band-Serie unserer Zeitung dreht sich alles um junge Bands aus dem Nordkreis, um musikalische Träume und um die Leidenschaft für gute Songs. Wer in der Serie vorgestellt werden möchte, kann sich melden. Kontakt unter 02404/551177 oder lokales-alsdorf@zeitungsverlag-aachen.de per E-Mail.
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