Alsdorf - „Thater-Theater“: Krimi-Jazz mit ganz viel Sprengkraft

„Thater-Theater“: Krimi-Jazz mit ganz viel Sprengkraft

Von: mas
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Spannende Handlung, entspannte Klänge: Wolfgang Rosen (Mitte) und die Herren von „Just4Fun“ waren eine feine Mischung. Foto: Sigi Malinowski

Alsdorf. Wenn die „Krimi-Jazzer“ vorbei schauen, dann wird es regelmäßig voll in der Alsdorfer Buchhandlung Thater. Denn im „Thater-Theater“ – eine Wortschöpfung von Wolfgang Rosen – fühlen sich Leser und Musiker sehr wohl. Das kam auch bei der vierten Veranstaltung zum Ausdruck.

Bühnenhörspieler Wolfgang Rosen, gebürtiger Alsdorfer, und die Band „Just4Fun“ kommen stets mit einem stimmigen Krimi. Diesmal hatte sich Rosen den Krimi „Der Zünder im Keller“ ausgesucht. Da musste man eng im Hause Thater zusammen rücken, denn die knisternde Geschichte stieß auf hohes Interesse. Bevor Wolfgang Rosen in die Handlung um einen mordlüsternen Uhrmacher und Sprengsatzbauer einstieg, ritt erst ein „Indianer“ symbolisch durchs Geschehen. Mit dem Shadows-Titel „Apache“ stimmten die Musiker das Publikum ein. Dann dimmten die Veranstalter das Licht und Rosen seine Stimme.

Die Hauptfigur des Romans hat entdeckt, dass seine Frau offenbar fremdgeht. Also spukt nur noch der Begriff „töten“ durch sein Hirn. Als Uhrmacher weiß er natürlich, dass eine Bombe zur Hinraffung der untreuen Gattin nur funktioniert, wenn ein perfekter Zünder installiert wird. Immer wenn die fidele Frau nicht da ist, schleicht er in den Keller, um an seinem heimtückischen Projekt zu arbeiten. Denn auch der Nebenbuhler soll dran glauben müssen. Der Tag der Tat kommt, die Uhr tickt, der Zünder ist scharf. Doch dann geschieht etwas, das nicht geplant war. Der kandidierende Mörder wird Opfer eines Überfalls. Zwei dunkle Typen fesseln und knebeln ihn und rauben ihn aus. Nun liegt der Ehemann neben seiner „Bombe“ und dreht fast durch. Alles, was akribisch geplant war, zielt nun auf sein Leben ab.

Ein bisschen Nervennahrung gab es immer wieder von der Band. Die ehemaligen Lehrer hatten sich unter anderen Fleetwood Macs „Albatross“ ausgesucht. Nach knapp zwei Stunden nahte die Aufklärung. Wer stirbt? Oder hat der Uhrmacher erstmals einen Fehler gemacht und der Zünder erwies sich als Rohrkrepierer? Nur so viel: es gab viel Applaus.

Am Freitag, 13. November, 19.30 Uhr, ist Wolfgang Rosen im Café de Bache an der Luisenstraße zu hören. Dann mit dem Klassiker „Doktor Jekyll und Mister Hyde“. In Kaffeehaus-Atmosphäre.

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