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TelDaFax-Insolvenz: Konsequenzen für Kunden

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
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Die Verunsicherung bei den Kunden nach der Insolvenz der TelDaFax ist groß. Foto: imago

Nordkreis. Zunächst unterschiedliche Auswirkungen hat der in Bonn gestellte Insolvenzantrag des Strom-Anbieters TelDaFax im Nordkreis. Für die rund 470 Kunden des Energieversorgers in Alsdorf und Baesweiler ändert sich - vorerst - noch nichts.

Denn der Verteilnetzbetreiber Regionetz GmbH - ein Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV) und der Stadtwerke Düren - hat den Lieferrahmenvertrag mit TelDaFax zumindest bis zum gestrigen Tag nicht gekündigt. TelDaFax-Kunden sind daher noch nicht - wie in anderen Gebieten - an den Grundversorger zurückgefallen.

Verunsicherung ist groß

Die Verunsicherung bei den Kunden ist nichtsdestotrotz groß, wie EWV-Pressesprecherin Michaela Humphries auf Anfrage mitteilt. Sie rät den Betroffenen daher, sich an die kostenlose EWV-Hotline (Tel. 0800/398-1000) zu wenden: „Im persönlichen Gespräch kann nach einer Lösung gesucht, können die Möglichkeiten eines eventuellen Vertragswechsels ausgelotet werden.”

Die rund 400 TelDaFax-Kunden in Herzogenrath und Würselen hingegen sind in ihre „garantierte Grundversorgung” durch die Enwor - energie&Wasser vor Ort GmbH zurückgekehrt. Denn Enwor hat die Lieferantenrahmenverträge mit der TelDaFax Energy GmbH zum 15. Juni gekündigt, teilt das Unternehmen mit.

Keine Versorgungunterbrechnungen

Damit werden Rechnungen, die die Enwor an TelDaFax für die Nutzung der Strom- und Gasnetze in Herzogenrath und Würselen gestellt hat, nicht mehr bezahlt. Und die rund 400 Strom- und Erdgaskunden in Herzogenrath und Würselen werden seither nicht mehr von dem Strom-Discounter beliefert. Versorgungsunterbrechungen hat es aber keine gegeben: „Da brauchen sich die Kunden keine Sorgen machen”, beruhigt Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel. „Die Belieferung erfolgt über die gesetzlich geregelte Ersatzversorgung seit dem 15. Juni durch die Enwor als Versorger vor Ort.” Enwor stelle als Grundversorger gemäß Energiewirtschaftsgesetz und Grundversorgungsverordnung für Strom und Gas die Versorgung der Kunden sicher. Herbert Pagel: „Wir werden gegenüber den betroffenen Kunden kurzfristig schriftlich unserer Mitteilungspflicht zu diesem Vorgang formell nachkommen.”

Noch im Juni würden diese Kunden über die gültigen Grundversorgungspreise informiert. Pagel: „Selbstverständlich hat jeder weiterhin die Möglichkeit, sich seinen Energielieferanten frei auszusuchen.” Ein Lieferantenwechsel nach Beginn der Ersatzversorgung könne innerhalb der von der Bundesnetzagentur vorgegebenen Fristen jederzeit stattfinden.

TelDaFax war wegen seiner Zahlungsschwierigkeiten besonders aufgrund von Discount-Geschäften bundesweit nach und nach aus den Netzen geflogen.

Viele Kunden leisteten Vorauszahlungen

Viele der ehemals 780 000 TelDaFax-Kunden haben Vorauszahlungen geleistet, um sich günstige Jahrestarife zu sichern. Verbraucherschützer äußern Zweifel, ob sie dieses Geld erstattet bekommen.

Das Amtsgericht Bonn hat eine Hotline mit Infos vom Band geschaltet: Tel. 0228/702-2216, -2217, -1908 und -1909.

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