Würselen - Teilnehmer der Ferienakademie entdecken Flugplatz Merzbrück

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Teilnehmer der Ferienakademie entdecken Flugplatz Merzbrück

Von: Johannes Schaffeldt
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Lernen auch in den Ferien: Thomas Schäfer von Aeroconcept erläutert den Kindern Segelflug und Flugzeugbau. Foto: Johannes Schaffeldt

Würselen. „Die Verständigung ist Fünf!“ Fünf bedeutet auf einem Flugplatz nicht mangelhaft, sondern hervorragend. Erstaunlich. Hervorragend ist auch die Verständigung zwischen den Teilnehmern der Ferienakademie der Städteregion und den Akteuren des Flugplatzes Merzbrück.

In Merzbrück versteht man sich neben der originären Funktion eines Flugplatzes als außerschulischer Lern- und Erfahrungsort. Das hat Geschichte: Mit Hugo Junkers und Theodore von Kármán haben zwei bekannte Professoren der RWTH schon auf dem Feld geforscht und gelehrt. Noch heute werden Studierende der Luft- und Raumfahrttechnik aus Aachen hier ausgebildet. Und es werden Kinder und Jugendliche aus der Region auf den Platz eingeladen.

„Einen Flugplatz zum Anfassen“ möchte Werner Korr von der Flugplatzgesellschaft anbieten. Rund 300 Kinder und Jugendliche aus Kindergärten, Schulen oder wie jetzt von der Ferienakademie finden sich jedes Jahr ein, um physikalische Gesetze am fliegenden Objekt zu erlernen, aber auch, um etwas von der Faszination des Fliegens mitzubekommen. Man komme „mit einem kurzen Stück Straße in die ganze Welt“, beschreibt Korr seine Faszination.

Los geht es in einem kleinen Seminarraum. Korr gibt einen kurzen Überblick über die abwechslungsreiche Geschichte des Flugplatzes und der Fliegens in der Städteregion. Dass es sich in Merzbrück nicht um einen großen Flughafen handelt, von dem sie in den Urlaub fliegen könnten, haben sich die Teilnehmer gedacht. Was allerdings der Unterschied zwischen einem Flughafen und einem Verkehrslandeplatz ist, wird erklärt. Zwar können hier keine Jumbos starten und landen, mit Luftschiffen, Flugzeugen mit einem, zwei oder gar keinen Motoren, Hubschraubern oder Motordrachen ist die Spannbreite an Luftfahrzeugen aber groß.

Sitzprobe im Flieger

„Warum können diese Luftfahrzeuge überhaupt fliegen?“ Hier geht es ans Eingemachte: Die physikalischen Grundlagen von Auftrieb und Vortrieb werden an Modellen anschaulich dargestellt. Mit diesem Vorwissen ausgestattet, geht es nach draußen, wo mit dem ADAC-Rettungshubschrauber ein erstes Highlight auf die Wissenshungrigen wartet. Wie fliegt ein Hubschrauber und was ist die genaue Aufgabe des Christoph Europa 1? Wie wird ein Verletzter transportiert? Solche Fragen werden direkt vor Ort geklärt.

Im Seminarraum haben die Teilnehmer bereits theoretisches Wissen über den Aufbau von Flügeln, Rotorblättern und Rümpfen erworben. In Lebensgröße können sie sich alles bei der Firma Aeroconcept ansehen. Hier wird mit Kohle- und Glaserfaserverbundstoffen gearbeitet. Aus einer Faser mit der Dicke eines Haares entstehen, im Verbund mit anderen Fasern, irgendwann Teile für Segelflieger. Der Weg von der Faser bis in die Luft wird den Kindern altersgerecht von Firmengründer Thomas Schäfer dargelegt.

Bei der folgenden Sitzprobe bei der Westflug kann am sicheren Boden geprobt werden, wie sich die Lenkung eines Flugzeugs anfühlt. In Merzbrück wird allerdings nicht nur vom Cockpit, sondern auch per Funk vom Tower aus gelenkt. Auch diese Perspektive nimmt die Akademiegruppe ein. Der Abschluss des lehrreichen Rundgangs führt vorbei an verschiedenen Luftfahrzeugen aus der Geschichte des Platzes, bis hin zur Werft, in der die regelmäßigen Kontrollen stattfinden.

Wurfgleiter am Start

Für die vier Gruppen der städteregionalen Ferienakademien hat Werner Korr noch ein besonderes Angebot im Ärmel: Er lässt zum Wettbewerb im Wurfgleiter-Weitwurf antreten. Die Gewinner aus den vier Gruppen können dann beim gemeinsamen Flugtag den „Traum vom Fliegen“ wahr werden lassen.

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