Teamarbeit zugunsten von Kindern und Jugendlichen

Von: Nina Krüsmann
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Birgit Froese-Kindermann bei der 6. Fachtagung „Team-Together Everyone Achieves More“ zur Teamarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe in Herzogenrath. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. „Teamarbeit ist ein elementarer Faktor für eine funktionierende Kinder- und Jugendhilfe in den Kommunen“, betont die Erste Beigeordnete der Stadt Herzogenrath, Birgit Froese-Kindermann. Sie eröffnete die sechste grenzüberschreitende Fachtagung mit dem Titel „Team-Together Everyone Achieves More“ zur Teamarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe, mit Teilnehmern aus Belgien, Niederlanden und Deutschland.

Im Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath standen neben theoretischem Material aktuelle Fragen auf der Agenda: „Um die komplexen Lebens- und Problemsituationen von Kindern, Jugendlichen, Familien und jungen Volljährigen erfassen sowie zielorientiert und prozesshaft begleiten zu können, ist aus fachlichen Erfordernissen Teamarbeit vieler Menschen mit unterschiedlichen Professionen notwendig“, stellt Froese-Kindermann, die zuständige Dezernentin für den Bereich Jugend, fest.

Herzogenrath sei jüngst in der Kategorie „Vernetzen und Mitreden“ von der Landesregierung mit einem Sonderpreis als „Europaaktive Kommune“ ausgezeichnet worden. „Wo sonst könnte besser eine Fachtagung zur Teamarbeit stattfinden als in dieser Stadt, in der engagierte grenzüberschreitende Arbeit an der Tagesordnung ist?“ Führungskräfte aus den Jugendbereichen in der Euregio tagten unter dem Titel „Heimatgebiete – Zuhause im Team?“. Teamarbeit prägt die Sozialpädagogik von Anfang an.

Michaela Herbertz-Floßdorf stellte das Riemann-Thomss-Modell vor. Klaus Nörtershäuser sprach im ersten Workshop über die Struktur von Macht und Verantwortung beziehungsweise erklärte, welche Rolle Leitung und Mitarbeiter inne haben. Verantwortung spiele eine ebenso große Rolle in der Teamarbeit wie die Frage, ob eine gewisse Hierarchie oder Arbeit auf Augenhöhe zum gewünschten Erfolg führt. Arbeitsaufteilung, die Bedürfnisse des Einzelnen in der Gruppe sowie die Grenzen der Teamarbeit waren das Thema im Workshop von Petra Stevens. Michaela Herbertz-Floßdorf thematisierte die interkulturelle Arbeit, die auch und gerade im Grenzgebiet im Dreiländereck eine Rolle spielt.

Wie die Teamarbeit von Morgen aussieht, diskutierten Will Marcelis und Willy Peters. Bis hin zu digitalen Foren reichen die Zukunftsvisionen. Und so stellt sich die Frage, ob man zukünftig noch zum Arbeitsplatz ins Büro geht oder sich am heimischen Computer mit den Kollegen vernetzt. Eine ebenso wichtige Rolle in der Teamarbeit spielen die Medien. Unter dem Motto „Jugendamt 2.0“ stand deshalb der letzte Workshop. Im Plenum wurden die Ergebnisse vorgestellt. Es ging unter anderem auch um Ziele als Triebkräfte, die fünf Phasen des Gruppenprozesses und wie man zum Beispiel Konflikte konstruktiv bewältigt.

Organisiert vom Landesjugendamt Rheinland, nämlich Brigitte Vöpel und Klaus Nörtershäuser, brachte die Tagung einige Impulse zur Weiterentwicklung der eigenen Arbeit vor Ort. „Zugleich wurde die Zusammenarbeit über die Grenzen gestärkt“, freut sich Froese-Kindermann.

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