Baesweiler - Tanzteam „Nessaja” zeigt mit „Tarzan” sein Können

Tanzteam „Nessaja” zeigt mit „Tarzan” sein Können

Von: Sigi Malinowski
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Leidenschaftlich: Die Aufführung auf der Bühne des Bergfoyers überzeugte durch die jungen Darsteller ebenso wie durch Choreografie, Bühnenbild und die wunderschönen Kostüme. Foto: Sigi Mailinowski

Baesweiler. Das hat was! Die peitschenden Rhythmen der wirbeligen Congas und Djembétrommeln erfüllen den Abend. Gute zehn Minuten schlagen Heike Richter, Heike Havertz, Peter Laslop, Elke Walter und der elfjährige „Super-Drummer” Jan Schuppner die Hände auf ihre Instrumente. Es ist ein schöner und leidenschaftlicher Auftakt zum Musical „Tarzan”.

Dessen Darsteller sind schon seit Stunden auf die 90 Minuten vorbereitet worden. Letzte choreographische Anweisungen kommen von der musikalischen Leiterin Annelie Binder, fast 20 Mütter helfen beim Schminken und Ankleiden, einige Väter oder der Team-Neuling Sören Lohse haben der WM kurzzeitig Adé gesagt und arbeiten lieber als Roadies, Beleuchter oder am Mischpult mit.

„Fantastisch”

Dazwischen steht Annelie Binder und hat die Ruhe weg. Das von ihr und dem Tanzteam „Nessaja” einstudierte Musical ist schon vorab mit einem hohen Prädikat gewürdigt worden. „Fantastisch” hat´s die Stadt als Ausrichter des „Glühwürmchen- und Dschungelfestes” - in das das Musical eingebunden ist - genannt.

Und nun ist es fast soweit. Vor der Bühne des Bergfoyers haben sich mehrere hundert Zuschauer versammelt. Natürlich wollen sie mit den kleinen „Glühwürmchen” kurz vor Schluss des Tages noch ein bisschen wandern und beim Abbrennen des Johannisfeuers dabei sein. Aber der „Topact” dieser zur „Woche der Jugend” gehörenden Veranstaltung ist natürlich das Musical.

Eineinhalb Stunden hatte es vorab ein Gemeinschaftskonzert gegeben, das zur Premiere mutierte. Zuerst sang der Kinderchor der Friedensschule unter Leitung von Bea Rettberg. Dann erlebte das Stadtjugendorchester - ein Zusammenschluss aus dem Nachwuchs der Siebenbürgischen Blaskapelle (Leitung Jörg Schmidt), des Jugendorchesters der Blaskapelle Oidtweiler (Leitung Manfred Langert) und des jungen Harmonievereins unter dem Dirigat von Benedikt Gohr - seine gefeierte Premiere.

Nach dem Umbau sind es nur noch wenige Minuten bis zum ersten „Vorhang”, und Annelie Binder hat noch Zeit, ein wenig zu sinnieren. „Es war schwierig, meine Mädels vom Stück König der Löwen wegzubringen.” Aber augenscheinlich hat sie es geschafft, denn alle Augenpaare leuchten förmlich als es hinter der Bühne heißt, „aufstellen, die Trommler hören gleich auf und dann sind wir dran”.

Nach 20 Jahren Musical-Erfahrung ist vieles für Annelie Binder zur Routine geworden, aber das Herzklopfen tritt doch auf. „14 Tage vor der Premiere sagen mir meine Mädels schon mal, die Chefin fängt an zu zicken”. Warum? „Tja, da kommt halt doch vieles zusammen, was auf den Punkt genau klappen muss.” So wie am Premierenabend. Das Publikum ist in Geberlaune. Ein Applaus reiht sich an den nächsten.

Annelie Binder verinnerlicht das, denkt aber auch schon an den weiteren Verlauf des Abends und des nächsten Tages. „Morgen früh muss der Lkw ausgeräumt werden. Und wenn wir Glück haben schaffen wir es noch bis zum Achtelfinalspiel gegen England.”

Und sie denkt nicht nur Stunden weiter. Auch Wochen. Denn in einem Monat wird das erste Mädel aus den Gründertagen heiraten. Anke Paffen war schon vor 20 Jahren dabei. Und bald wird es vielleicht eine „kleine Anke” im Ensemble geben.

Denn „Nessaja” ist etwas geworden, das man sich nun ganz und gar nicht mehr aus Baesweilers Kulturlandschaft wegdenken kann.
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