Tanz-Truppe bringt Flair der Südstaaten aufs Parkett

Von: Stefan Schaum
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Die „Steel Horse Dancer” hab
Die „Steel Horse Dancer” haben den Dreh raus: In Cowboystiefeln und mit Hut kommen die Alsdorfer Tänzer in Schwung. Country-Musik und Choreographie spielen dabei die Hauptrolle. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Auch der Dress-Code spielt eine wichtige Rolle. Schließlich wollen sie ja schick aussehen, die Line-Dancer. Die Herren in Blue Jeans, Cowboystiefeln und mit Hut, wenn möglich einem echten Stetson. Für die Damen sollte es ein langes Kleid sein.

Die möglichst authentische Garderobe findet sich bei Tanzturnieren und Country-Events landauf und landab. Auch in Deutschland wird die US-amerikanische Tradition gepflegt. Seit ein paar Monaten ebenfalls in Alsdorf. Dort gibt es eine Truppe, die das Cowboy-Flair der Südstaaten auf die Tanzfläche bringen will: die „Steel Horse Dancer”.

Sabine Führ hat die Tänzer - gut 20 sind es aktuell - um sich geschart, nachdem sie zuvor bereits 16 Jahre lang in Stolberg Choreographien für den Line-Dance ersonnen hatte. „Das ist einfach mein Ding”, sagt sie. „Ich liebe Country-Musik.” Und seit es Shania Twain und die Dixie Chicks mit poppigen Versionen von Country in die Charts geschafft haben, hafte der Musik auch nicht mehr so ein altbackenes Image an.

Sogar die Jugend lässt sich für den Line-Dance begeistern. Daniel Cremer ist mit seinen 14 Jahren der Jüngste in der Gruppe. Schon mit sechs Jahren stand er in Stiefeln auf dem Parkett. „Meine Eltern haben mich da richtig früh rangeführt.” Und er ist dabei geblieben, auch wenn die Freunde sein Hobby schon mal belächeln und die Vorzüge der HipHop-Musik preisen.

Was aber macht den Reiz des Line-Dance aus? „Dass es klare Strukturen gibt”, sagt Sabine Führ. Schritte und Drehungen, die exakt einstudiert sind („An einer kniffligen Choreographie über wir schon mal mehrere Wochen”) und mit denen man sich bei Turnieren messen kann. Im Gegensatz zum „Square Dance” bei denen einer aus der Gruppe die nächsten Tanzschritte ankündigt, haben beim Line-Dance die Tänzer alles im Kopf.

Demnächst wollen auch die Alsdorfer bei Turnieren starten, erste Auftritte in der Region seien vielversprechend gelaufen, sagt Führ. Und wer weiß, vielleicht reist die ganze Truppe tatsächlich einmal in die USA. Diesen Traum hat jeder der „Steel Horse Dancer”. Doch bis dahin bietet auch Alsdorf Platz für die Cowboy-Romantik.
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