SuS Herzogenrath: Hoffnung, noch dieses Jahr Klarheit zu bekommen

Von: bea
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Herzogenrath. „Es ist spannend”, sagt die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann auf Nachfrage zum Sachstand ihrer Recherchen beim schuldengebeutelten Sport- und Spielverein (SuS) Herzogenrath.

Nach Jahren war es bei der jüngsten Mitgliederversammlung nach heftigen Geburtswehen doch noch gelungen, einen neuen ordentlichen Vorstand zu wählen, der die Altlasten nun aufarbeiten muss.

Der Verein steht hoch in der Kreide und wurde deswegen über Jahre nur kommissarisch geleitet.

Der Rechtspfleger drohte nun mit Zwangsauflösung. Da seinerzeit auch die Stadt Zuschüsse für den Bau des Vereinsheims auf dem Fuchsberg gezahlt hat, ist es ihr ein Anliegen, mit für Klarheit zu sorgen.

Denn bei einer Auflösung des SuS würde das Heim an die Stadt fallen, samt 100.000 Euro Schulden und der förderpolitischen Auflage, die Immobilie weitere 20 Jahre sportlichen Zwecken zukommen zu lassen.

„Ich habe aber nach wie vor die Hoffnung, dass das Anliegen der Mitgliederversammlung, den Ursprung der Schulden herauszufinden, noch in diesem Jahr abschließend erfüllt wird und dann auch ein Vergleich über die Schuldenlast möglich wird”, sagt die Dezernentin.

Der im Oktober 2007 aus Unmut über die Geschehnisse beim SuS zurückgetretene Ex-Ehrenvorsitzende Hans-Peter Greven sieht sich nach mehreren Anfragen zu folgender Stellungnahme veranlasst: „Mehrmals wurde mir von Vereinsmitgliedern des SuS die Frage gestellt: Laut Vereinssatzung ist bei wichtigen Entscheidungen des Vorstands die Stellungnahme des Ehrenrats einzuholen. Was hat der Ehrenrat zur Aufnahme eines Darlehens von seinerzeit 100.000 Mark und zum Eintrag einer Grundschuld in Höhe von 100.000 Mark auf das Sportheim gesagt? Als ehemaliger Ehrenvorsitzender, ehemaliger Vorsitzender und ehemaliger Vorsitzender der Ehrenrats erkläre ich hiermit: Zu keiner Zeit hat der SuS-Ehrenrat dem damaligen SuS-Vorstand eine Genehmigung zur Eintragung einer Grundschuld auf das Sportheim des SuS in Höhe von 100.000 Mark erteilt. Auch zur Aufnahme eines weiteren Darlehens in Höhe von 100.000 Mark hat der Ehrenrat niemals ein zustimmendes Votum abgegeben. Beide Vorgänge geschahen ohne Kenntnisnahme des Ehrenrats im November 1999. Auch der oberste Souverän des Vereins, die Mitgliederversammlung, wurde über diese Vorgänge nicht informiert, denn in keiner Mitgliederversammlung des SuS wurde über diese Schulden gesprochen oder diskutiert. Die genannten Vorgänge sind also ein eigenmächtiger Alleingang des damaligen Vorstandes gewesen.”
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