Supermarkt am Aachener Kreuz wechselt den Besitzer

Von: Markus Bienwald und Georg Pinzek
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Noch steht das „toom“-Logo auf den Parkplatzschildern an der Schumanstraße, doch in in Kürze wird „Kaufland“ den Standort in Würselen übernehmen. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Der „toom“-Markt an der Schumanstraße schließt in wenigen Wochen seine Pforten. Zwar war seitens der zuständigen Zentrale der REWE in Köln nur zu erfahren, dass der Markt bald nicht mehr im Portfolio des Unternehmens sein werde. Wann das genau der Fall sein wird, ließen die Kölner jedoch offen, dem Vernehmen nach bereits Ende Mai.

Sicher ist nur, dass an gleicher Stelle „Kaufland“ einen Supermarkt in Würselen eröffnen wird. Das Gewerbegebiet „Aachener Kreuz“ (einst „Kaninsberg“) ist der älteste Standort eines Supermarktes in der Region. Schon in den 70er Jahren rollten die Kunden aus dem Oberzentrum Aachen und der ganzen Region zum Einkauf „auf die grüne Wiese“ nach Broichweiden. Aus „Globus“ wurde später „toom“ und nun folgt „Kaufland“. Dass der Standort stark gefragt ist, belegen die Kundenströme nicht nur zum Wochenende.

Großer Umbau geplant

„Es ist richtig, dass unser Objekt zu Kaufland übergehen wird“, heißt es von der Rewe-Gruppe in einem knappen Statement. Doch was wird aus den Menschen, die dort beschäftigt sind? Dem Vernehmen nach sind 70 Jobs von dem Wechsel betroffen. „Bei einem solchen Betriebsübergang gehen die Arbeitsverhältnisse lückenlos auf das neue Unternehmen über“, schließt die Rewe.

Um wie viele Arbeitsplätze es sich handelt, wollte das Unternehmen nicht kommunizieren, beim künftigen Inhaber wurde auf Nachfrage unserer Zeitung aber mitgeteilt, dass bereits mit allen Mitarbeitern Gespräche geführt worden seien, und ihnen eine Beschäftigung bei „Kaufland“ „zu den bestehenden arbeitsvertraglichen Vereinbarungen“ angeboten wurde.

Kündigungen dürfen bei so einem Verkauf nicht ausgesprochen werden, so will es das Arbeitsrecht. Damit dürften die Stellen bei „Kaufland“ für die jetzigen „toom“-Mitarbeiter – so sie die Vereinbarungen unterschreiben – für mindestens ein Jahr gesichert sein. Einige Mitarbeiter können wohl aber auch Widerspruch einlegen und haben damit Anspruch auf eine Weiterbeschäftigung bei Rewe bei einem anderen Standort in der Region.

In etwa einem Jahr wird die bestehende Immobilie an der Schumanstraße umgebaut, so der Plan. „Wir werden mit den Baumaßnahmen voraussichtlich im Frühjahr 2015 beginnen“, so die „Kaufland“-Pressestelle des in Neckarsulm beheimateten Unternehmens. Während über die Investitionssumme gemäß der Firmenpolitik „generell keine Aussage“ gemacht wurde, passt die Ansiedlung am Aachener Kreuz anscheinend bestens ins Programm des „Kaufland“.

Expansionskonzept

„Der Standort Würselen passt gut in unser Expansionskonzept“, antwortet die süddeutsche „Kaufland“-Zentrale, die eng mit dem Lidl-Konzern verbunden ist. Eröffnet werden soll voraussichtlich im vierten Quartal 2015, rechtzeitig zum dann anstehenden Weihnachtsgeschäft.

Das Konzept des „Kaufland“ – der Vollsortimenter ist bereits seit Jahren in Alsdorf und Herzogenrath angesiedelt – soll am Würselener Standort nicht neu erfunden werden: Es wird „nach dem bekannten und bewährten Konzept betrieben“, endet die Stellungnahme. Das bedeutet ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln mit dem Fokus auf frische Lebensmittel, ergänzt durch Haushaltswaren, Elektroartikel, Textilien, Schreib- und Spielwaren sowie Saisonartikel.

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