Würselen - Super-Startschuss für eine tolle Session

Super-Startschuss für eine tolle Session

Von: ehg
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Schwingt das Narrenzepter in der Düvelstadt: Prinz Gerhard I. (Römer) erlebte bei der Inthronisation einen Einstand nach Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Mit der Inthronisation von Stadtprinz Gerhard I. (Römer) erlebte der düvelstädtische Karneval seinen ersten Höhepunkt. Wild entschlossen, das Narrenschiff sieben Wochen mit sicherer Hand zu steuern, riss er das Ruder an sich.

Wo es in seiner Regentschaft lang gehen soll, das schrieb Gerhard der Römer in seiner elf Punkte umfassenden Regierungserklärung fest. Und sprach damit seinem närrischen Volk, das ihm während seiner 60-minütigen Proklamation zu Füßen lag, aus der Seele.

Bürgermeister Werner Breuer, der ihm im Namen von Rat und Verwaltung gratulierte: „Wenn wir den Gerhard unterstützen, dann werden wir mit ihm eine tolle Session erleben.” Fürwahr: Ein stolzer und stattlicher Prinz im Karneval!

Zu „Larida”-Klängen, intoniert vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden” unter der Leitung von Andreas Schmoll, hatte Gerhard I. (Römer) triumphal mit farbenprächtigem „Hühnerwinkel”-Gefolge Einzug in den Narrenpalast an der Klosterstraße gehalten. Stürme der Begeisterung schlugen ihm dabei entgegen. Er revanchierte sich dafür, in dem er mit vollen Händen gelbe Rosen (bis in die äußerste Ecke des Saales) warf und Fläschchen Sekt verteilte.

Die Präsidentin des Komitees Würselener Karneval, Renate Worms, setzte ihm zum Zeichen seiner Macht die Narrenkappe auf und überreichte ihm ein von seinem Vorgänger, Dieter III. (van Horn), gesponsertes neues Zepter, Insignien seiner närrischen Machtbefugnisse. „Es war fantastisch”, atmete die aus vergangenen Karnevalszeiten bühnenerfahrene Tollität erst einmal tief durch, um sich dann facettenreich in Szene zu setzen.

Dabei stellte der Prinz erst einmal seinen Hofstaat vor, unter anderem mit Brauchtums- und Traditionspfleger Sohn Yannik und Mundschenk Annegret, seiner Schwester. Als Einlage gab es eine fetzige Streetdance-Darbietung einer „Tanzspiegel”-Formation unter der Leitung von Guido Kreiten.

In seiner Regierungserklärung rief Gerhard I. dazu auf, enger zusammenzurücken: „Wenn wir os gegenseitig helpe, dann kann os nix passiere!” Für ihn keine Frage: „Ein gemeinsamer Karnevalszug muss her, sonst haben es die einzelnen Ortsteile in Zukunft schwer.” Womit er ein Anliegen seines Vorgängers aufgriff. Nicht zu überhören war auch sein Appell: „Der Würselener Karneval soll helfen, Kinder und Jugendlichen eine Perspektive zu geben.” Zu 365 Tagen Spaß und Freud´ erklärte sich der Prinz bereit: „Und all Ihr Würselener Jecken solltet dahinter stehen, dann werden Brauchtum und Karneval nicht untergehen!”

Nach den Klängen von „Love is in the air” stimmte Gerhard I. erst sein Mottolied „Hei ben ich der Prinz” und dann die Höhner-WM-Hymne „Wenn nicht jetzt, wann dann!” an. Das närrische Auditorium ging begeistert mit. Zu seiner Ehre legten die WKV-Damengarde sowie das charmante und flotte Prinzengarde-Mariechen Melanie (Kreutzer) ihre Tänze aufs Parkett.

Eingebettet war die Inthronisation des neuen Stadtprinzen in eine Festsitzung des 1. Würselener Karnevalsvereins, im Wechsel moderiert von Garde-Kommandant Wolfgang Kern und Ehrenpräsident Franz-Jupp Esser.

Den Boden für das karnevalistische Spektakel bereitete der über 30-köpfige tanzende Nachwuchs des Vereins, dessen ganzer Stolz. Die Minis tanzten sich ebenso in die Herzen der Narren hinein wie die Kinder und die Jugendlichen. Donnernder Applaus war der schönste Lohn für ihren ganzjährigen Trainingsfleiß. Zwischendurch hatte die limburgische Spaßkapelle „Oam Zat” die Stimmung gehörig angeheizt. Nach der Proklamation brachten „De Halunke” das Stimmungsbarometer wieder weit zum Ausschlag. Mit einem Showtanz wartete die WKV-Damengarde auf, bevor Jürgen B. Hausmann alle Register eines Top-Büttenredners zog und dabei das Zwerchfell gehörig strapazierte. Den musikalischen Schlusspunkt setzte das Falkenjägerkorps Brühl. Musikalisch umrahmt wurde das Programm von der Kapelle „Fair Play”.
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