Suche nach guten Plätzen für die Jugend in Würselen

Von: ehg
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Würselen. Die Zeit drängt: Eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung des Jugendhilfeausschusses flatterte der Bewilligungsbescheid per Mail über 20.000 Euro zur Erstellung einer Konzeption „Platz für Jugend in Würselen”, die bis zum 15. Dezember vorliegen muss, ins Haus.

Innerhalb des vom Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderten Projekts sollen innovative Beteiligungsformen für „Jugendliche im Stadtquartier” entwickelt werden.

Dazu Jugendpfleger Hans Brings in der Sitzung des Ausschusses: „Es geht darum, Jugendliche stärker an der Gestaltung der Stadtquartiere zu beteiligen, um sie so mehr als bisher in das gesellschaftliche Leben einzubeziehen.”

Für die zu entwickelnde Konzeption gibt Brings zwei Bausteine vor, einmal soll die Beteiligung der Jugendlichen im „Freien” und zum anderen im „Bahnhof” Gestalt annehmen.

Im „Freien” sollen mit ihnen Problembereiche aufgearbeitet werden, um so zu allgemein akzeptierten Treffpunkten zu gelangen. Dabei sollen auch Anwohner einbezogen werden.

Beim Planungsbüro „Stadtkinder” aus Dortmund wurde bereits nachgefragt, ob dieses die Projektleitung übernehmen könne. Es hat in der Vergangenheit bereits eine Reihe von Beteiligungsverfahren in der Stadt betreut.

In Sachen selbst verwalteter Jugendtreff „Bahnhof” ist das Jugendamt in den vergangenen Wochen ein gutes Stück vorangekommen. Verschiedene Gespräche haben bereits stattgefunden. Konkrete Angebote liegen schon für die Arbeit nach den Sommerferien vor.

Auch die Jugendlichen bekundeten - so Ausschussvorsitzende Eva-Maria Voigt-Küppers - eine große Bereitschaft: „Sie unterbreiteten ein tolles Ferienangebot, das uns nichts gekostet hat.”

Sie finanzierten es aus dem Verkauf von Getränken. Nach Brings Worten muss es Ziel aller Bemühungen sein, einen Träger für die Einrichtung zu bilden. Auf dem Weg dorthin soll das „Bildungswerk Aachen”, mit dem das Jugendamt in der Vergangenheit auf diesem Feld bereits gute Erfahrungen sammeln konnte, die dort ansässigen Gruppen begleiten.

SPD-Fraktionsvorsitzender Stefan Mix zeigte sich glücklich, dass der „Bahnhof” erhalten werden kann. Er setzt darauf, dass noch weitere Interessenten für die Realisierung einer selbst verwalteten Einrichtung gefunden werden können. Bei Staatssekretär Achim Großmann bedankte er sich für den Tipp, den er in Bezug auf Fördermittel dem Jugendamt gegeben hatte.

Die Ausschussvorsitzende mahnte, dass der Streetworker da sein müsse, sobald die Arbeit an den Treffs im Freien anlaufe. „Was wir in drei Monaten konzeptionell aufreißen, muss sich anschließend auch umsetzen lassen”, warf FDP-Fraktionsvorsitzender Hans Carduck genauso wie Petra Keller (UWG) den Blick über die Planung hinaus.

Sich auf zwei beziehungsweise drei Projekte im Freien zu beschränken, riet Grünen-Sprecher Jürgen Hohlfeld. Erfreut konstatierte er, dass am Projekt„Bahnhof” schon viele arbeiten.

Dass die Jugendliche das Gebäude akzeptierten und dass es angesichts der Haushaltslage keine anderen Alternativen gebe, darauf verwies die Vorsitzende abschließend.
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