Alsdorf/Aachen - Studenten sammeln Ideen zur Gestaltung der Alsdorfer Innenstadt

Studenten sammeln Ideen zur Gestaltung der Alsdorfer Innenstadt

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
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Nehmen gerne mit ihren Studenten am Projekt teil: die Professoren Dietmar Castro (FH Aachen v.l.), Jörg Leeser (FH Düsseldorf) und Rolf Westerheide (RWTH Aachen). Foto: Holger Bubel

Alsdorf/Aachen. Schlafsäcke und Badetücher hängen an den Garderobenständern in den Seminarräumen der Stadthalle, Blaupausen, Skizzenblöcke und handgefertigte Modelle bedecken den Boden, an den Tischen, an denen vereinzelt, aber auch in Gruppen zusammengefunden junge Frauen und Männer sitzen, geht es ruhig zu. Es wird konzentriert gearbeitet.

Drei „reifere Männer“ gehen von Tisch zu Tisch, reden mit den jungen Leuten, halblaut aber dennoch verständlich, mal aufmunternd, mal fragend. Die jungen Frauen und Männer sind Studenten von FH Aachen, RWTH Aachen und FH Düsseldorf.

Sie sind die Teilnehmer an der studentischen Ideensammlung zur Gestaltung der Alsdorfer Innenstadt, die jüngst eingeläutet wurde. Gesamtkosten dafür: 30.000 Euro, alleine 12.000 Euro Preisgeld für besonders gelungene Arbeiten wird an die Studenten ausgeschüttet. Drei Tage lang sind die fast 50 Studierenden zusammengekommen, um in einem Workshop ihre ersten Einfälle, Entwürfe zu Papier zu bringen, sich untereinander auszutauschen, sich in das Projekt hinein zu wühlen.

Unterstützt werden sie dabei von ihren Dozenten Professor Dietmar Castro (FH Aachen), Professor Rolf Westerheide (RWTH Aachen) und Professor Jörg Leeser (FH Düsseldorf). Sie sind gespannt, welche „Erleuchtungen“ ihre Schützlinge für die Flächen Zentralparkplatz und das Gelände hinter dem Rathaus Richtung Kurt-Koblitz-Ring haben werden.

„Für Studenten sind das hier paradiesische Voraussetzungen. Sie können ganz befreit im Rahmen der unverzichtbaren Vorgaben planen und entwickeln“, freut sich Professor Westerheide, dass seine Studenten dabei sind beim Projekt, das immerhin die Alsdorfer Innenstadt nachhaltig gestalten soll – zumindest sollen die angehenden Stadtplaner Ansätze zum Weiterentwickeln liefern.

Und die Studierenden sind mit Enthusiasmus bei der Sache, wie Professor Leeser bestätigt: „Täglich rund zehn Stunden konzentrierte Arbeit. Einige schlafen gleich hier neben ihren Entwürfen auf ihren Luftmatratzen“, erklärt er die Schlafsäcke an der Garderobe. Einigkeit herrscht unter den Hochschullehrern: Wann haben im Rahmen von Bachelor- und Masterstudium Studenten schon einmal die Gelegenheit, sich so intensiv und dennoch frei durch ein Seminar zu bewegen?!

Die Bedingungen in der Stadthalle – auch hier einhellige Meinung – die stimmen auf jeden Fall. „Sie entwerfen ein Projekt nicht am Reißbrett, sondern sind mittendrin. Beim Blick aus dem Fenster sehen sie ganz unmittelbar, um was es geht, welche Bedingungen es gibt, die bedacht und einbezogen werden müssen“, erklärt Professor Castro.

Nicht normal denken!

Und noch etwas betont der Professor und erhält Zustimmung von seinen Kollegen: „Diese beiden zu planenden Flächen sind wahre Filetstücke zur Stärkung der Innenstadt. Hier liegt Potenzial, sich für die Zukunft aufzustellen. In der Region sind das einmalige Voraussetzungen für eine kommunale Innenstadtentwicklung.“

Die Hochschullehrer verraten, was sie ihren Studenten mit auf den Weg gegeben haben: nicht normal denken!

Dabei ist ihnen natürlich auch klar, dass sie ihre Schüler am „Stand ihres Studiums abholen müssen“. Ist die Arbeit vor Ort für die Studenten von großem Wert, haben die drei Lehrenden damit auch eine pädagogische Aufgabe zu erfüllen: „Nicht das Sehen, sondern das Beurteilen müssen wir den zukünftigen Stadtplanern beibringen“, betont Professor Westerheide.

Auch für sie ist dieses Projekt ein Experiment mit offenem Ausgang – und einem spannenden. Denn „heimliche Favoriten“ haben sie schon, also Studenten, von denen sie einiges erwarten. Aber auch von dem ein oder anderen zeigen sie sich positiv überrascht: „In der Hochschule gibt es eher selten Gelegenheit, seine Studenten einmal so intensiv kennenzulernen. Dabei entdeckt man Potenziale.“

Und Selbst? Hätten die drei Profis in Sachen Innenstadtentwicklung eine passable Lösung zur Hand, konkrete Ansätze? Gegenseitige Blicke und dann ein gemeinsames Lachen. Nein, eine Antwort auf diese Frage ist von diesen Dreien nicht heraus zu bekommen...

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