Streit um Zusammenlegung: St. Cornelius in Konkurrenz zu St. Marien

Von: (r)
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Hoengen. St. Michael in Begau, St. Jakobus in Warden - jetzt war die Pfarre St. Cornelius in Hoengen an der Reihe, die Angehörigen der Gemeinde um ihre Meinung zu der vom Bischof zum 1. Januar 2010 beschlossenen Fusion der GdG Alsdorf-Süd (Mariadorf, Hoengen, Warden, Broicher Siedlung, Begau) zu hören.

Elsbeth Hupfauer vom Pfarrgemeinderat hieß zahlreiche Interessierte willkommen. Gemeindereferentin Angelika Hamacher erläuterte die Hintergründe der Entscheidung zur Fusion.

Über zehn Jahre sei die jetzt fällige Neuordnung schon im Gange. Nicht nur im Hinblick auf den Priesternotstand habe der Bischof die Verantwortung für die Seelsorge in seinem Bistum, der über 500 Gemeinden angehören, hieß es.

Angelika Hamacher erinnerte, dass die einzelnen Ortsteile baulich schon zusammen gewachsen seien. So besuchten Kinder aus Warden und Begau gemeinsam den Wardener Kindergarten und die gleiche Grundschule.

Die fünf Pfarrgemeinden hätten bis zum 15. Februar Gelegenheit zur Stellungnahme oder Einigung. Dies soll sich herausstellen, wenn die kirchlichen Gremien der fünf Pfarren am 9. Februar zusammen kommen. Oder der Bischof entscheidet.

Viel Platz im Gotteshaus

Die Hoengener schlossen sich nach längerer Diskussion mit großer Mehrheit dem Beschluss des Kirchenvorstands an, der sich für eine „Einpfarrung” ausgesprochen hatte. Demnach würde die Pfarre St. Cornelius als Hauptkirche bestehen bleiben und ihren Namen behalten, die vier anderen Pfarreien lösen sich auf und fusionieren mit Hoengen. Vier Meinungen votierten für den Vorschlag der Auflösung und Neugründung mit dem Ziel, Hoengen als Hauptkirche zu sehen.

Ein weiteres Argument für eine Patronatskirche in Hoengen sei der Platz bei gemeinsamen Gottesdiensten in der Kirche von St. Cornelius. Das Hoengener Gotteshaus verfüge über das größere Fassungsvermögen. Der Zusammenschluss aller Pfarreien zu einer Hauptpfarre sollte folglich den Namen „Katholische Pfarrgemeinschaft St. Cornelius” tragen.

Im Bereich der GdG Alsdorf-Süd herrscht nun Spannung, wie sich die kirchlichen Gremien bei ihrer Zusammenkunft am 9. Februar verhalten. Bislang haben sich zwei Gemeinden für eine Neugründung mit einer Hauptkirche entschieden - in Mariadorf.
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