Streikende Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen informieren

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Kita Kindertagesstätte Spielzeug Kind Symbol Symbolfoto Symbolbild Rolf Vennenbernd/dpa
Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen wollen in Herzogenrath über die Hintergründe des Streiks aufklären.

Herzogenrath. Ein Großteil der Kollegen in der Stadtverwaltung Herzogenrath, die nach dem Sozial- und Erziehungstarif bezahlt werden, befinden sich seit Montag im unbefristeten Dauerstreik.

Neben den Erzieherinnen der drei städtischen Kitas sind diesmal auch die Sozialarbeiter und Sozialpädagogen im Team Soziale Dienste des Jugendamts Herzogenrath im Ausstand. Neben acht Mitarbeitern im Allgemeinen Sozialdienst streiken auch Kollegen aus den Spezialdiensten Eingliederungshilfe, Jugendgerichtshilfe, Pflegekinderdienst, Erziehungsstellenberatung und Sozialpädagogische Familienhilfe.

Ebenfalls wegen des Streiks geschlossen ist der städtische Kinder- und Jugendtreff Streiffelder Hof in Merkstein.

Um über weiter die Hintergründe des Streiks aufzuklären und für weitere Solidarität mit ihren Zielen zu werben, laden alle oben genannten Mitarbeiter am Mittwoch, 13. Mai, ab 10 Uhr auf dem Wochenmarkt in Herzogenrath-Mitte zum Ver.di-Informationsstand ein.

Es sei an der Zeit, „den sozialen Berufen endlich die Wertschätzung entgegenzubringen, die lange überfällig ist“. Neben einer den Anforderungen an diese Berufsbilder gerechten Bezahlung gehe es aber noch um viel mehr: Es gehe darum, unfaire Eingruppierungsmerkmale zu überarbeiten und bessere Rahmenbedingungen zu schaffen: „Wir alle haben anspruchsvolle Ausbildungen oder ein Fachhochschulstudium absolviert. Ein Großteil der Beschäftigen im Sozial- und Erziehungstarif verfügt über eine oder mehr Zusatzausbildungen, die vom Arbeitgeber gerne mit genutzt wird, aber nicht zusätzlich entlohnt wird“, betonen sie.

„Die Anforderungen an unsere Arbeit als pädagogische Fachkräfte steigen ständig. Wir sind diejenigen, die mit einer großen Portion Idealismus dafür Sorge tragen, dass sich die Kleinsten unserer Gesellschaft gut entwickeln und dass unsere Jugend sinnvoll begleitet wird.“ Die Themen Kindeswohlgefährdung und Kinderarmut begleite sie täglich, die „gesamtgesellschaftliche Schieflage“ der letzten Jahre spiegele sich im Arbeitsalltag.

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