Streik: Kindertagesstätte in Straß bleibt erneut zu

Von: hob/gp/bea
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Bitte nicht zusteigen: Dieser Bus fährt ohne Fahrgäste wieder von dannen. Foto: Holger Bubel

Nordkreis. Von Aachen bis zum Bushof am Alsdorfer Annapark hatte es der junge Mann mit der Linie 51 noch problemfrei geschafft, auf den Anschluss mit der 28 nach Schaufenberg wartete er allerdings zunächst vergeblich.

 Endlich rollt ein Bus heran, der Fahrer bittet jedoch um Verständnis und verwehrt den wenigen Wartenden mit Verweis auf den Streik den Eintritt. Die Fahrgäste nehmen es schulterzuckend hin. Schließlich nähert sich auf dem ansonsten recht verwaisten Gelände ein weiterer Bus, die Aufschrift kennzeichnet ihn als Subunternehmer der Aseag. Er nimmt das wartende Grüppchen auf. „Wir haben Verständnis für die Aseag-Leute“, sagt der Fahrer. „Wir haben für unseren Tarifvertrag ja auch schon gestreikt.“

Ob alle Schüler pünktlich oder überhaupt ihre Lehranstalten erreicht haben, darüber gibt es keine Vermeldungen im Alsdorfer Rathaus. Klaus Mingers vom Presseamt der Stadt macht sich auf Anfrage beim städtischen Gymnasium kundig: „Außer dem üblichen krankheitsbedingten Ausfall keine Besonderheiten“, vermeldet er. Im Rathaus selbst hat die Gewerkschaft verdi zwar zum Streik aufgerufen. „Doch die hat in unserem Haus nur 24 Mitglieder“, erläutert Mingers. Größere Einschränkungen werden daher auch für Donnerstag nicht erwartet. Und die Komba habe angekündigt, erst das nächste Verhandlungsergebnis abwarten zu wollen.

Auf den Betrieb der Grundschulen in Würselen hatte der Streik laut Stadtsprecher Bernd Schaffrath keine Auswirkungen: „Dort hat es keine Ausfälle gegeben.“ Logische Erklärung sei der Umstand, dass wohnortnahen Schulen in der Regel zu Fuß erreicht werden. Am Städtischen Gymnasium Klosterstraße habe sich lediglich ein Kind mit Verweis auf den Streik vom Unterricht abgemeldet.

Drei Mütter meldeten ihre Kinder an der Realschule mit dieser Begründung ab. An der Hauptschule Lehnstraße haben gar 31 Schüler den Streik für einen unterrichtsfreien Tag zum Anlass genommen. Die für Donnerstag angekündigte Ausweitung des Streiks auf die Kindertagesstätten wird in Würselen wohl ebenfalls keine Konsequenzen haben. „Das Personal an den städtischen Kitas wird ganz normal seinen Dienst verrichten“, erklärt Schaffrath.

In Herzogenrath bleibt hingegen erneut die „Villa Kunterbunt“ in Straß geschlossen, drei Kinder werden wieder in der Kita am Wasserturm notbetreut, wie Bürgermeister Christoph von den Driesch mitteilt. Zudem könne es sein, dass am heutigen Donnerstag aufgrund des Streiks die Verkehrssicherungspflicht in der Kohlscheider Schwimmhalle nicht gewährleistet werden könne, die Halle unter Umständen geschlossen bleiben müsste: „Da Streikende aber nicht verpflichtet sind, sich abzumelden, können wir das noch nicht absehen“, sagte von den Driesch am Mittwoch. Von weiteren Beeinträchtigungen der Verwaltung geht er nicht aus.

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