Streifzug durch die wilden 50er und 60er Jahre

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Baesweiler. Petticoat und Pferdeschwanz, Motorroller und BMW-Isetta, Fernweh und Italienurlaub: Die 50er Jahre.

Die waren geprägt vom Wiederaufbau und sind als Zeit des „Wirtschaftswunders“ in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands eingegangen. Der Nachholbedarf der Menschen nach den Entbehrungen des Zweiten Weltkrieges war groß. Man gönnte sich wieder was und zeigte die neuen Errungenschaften stolz her. Die Musikboxen spielten Rock ‘n‘ Roll, und erste so genannte „Halbstarke“ sorgten für Unruhe im bürgerlichen Milieu.

Tütenlampen und Nierentische waren Kult, Nyltest-Hemden und Capri-Hosen gehörten in jeden Kleiderschrank, und man ging sonntags in den Wienerwald. Toast Hawaii, mit Fleischsalat gefüllte Tomaten und Käse-Igel gehörten zu jeder häuslichen Party dazu. Millionen von Frauen träumten von einem Waschautomaten und einer Wäscheschleuder, Männerherzen schlugen angesichts eines VW-Käfers oder eines Opel-Kapitäns höher. Bei der Kindererziehung galten noch die alten Benimmregeln.

Mädchen mussten einen Knicks, Jungen einen Diener machen, wenn sie einem Erwachsenen die Hand gaben. Jungen spielten Cowboy und Indianer – inspiriert von den ersten amerikanischen Westernserien. Mädchen ließen mit Vorliebe ihre Hula-Hoop-Reifen kreisen. Über die Nachkriegszeit, das Wirtschaftswunder und viele kuriose Eigenheiten der 50-er Jahre erzählt Margret Nußbaum am Dienstag, 22. September, um 20 Uhr in der Burg Baesweiler.

Sie lädt ein zu einem nostalgischen Ausflug in die eher gemäßigten 50er Jahre, aber auch in die Zeit der 60er Jahre, in der die Jugend sich gegen jede Form bürgerlichen Miefs auflehnte und die Erziehungs- und Lebensideale ihrer Eltern und Großeltern in Frage stellten.

Nicht mehr Elvis Presley, sondern Bands aus Großbritannien und den USA stürmten nun die deutschen Hitparaden. Die Röcke wurden kürzer, die Haare länger, und es entstand ein völlig neues Lebensgefühl. Der 2CV – bekannter als Ente – war das Kultauto der jungen Generation. Revolution auch in deutschen Kinderzimmern: Die ersten Barbies zogen dort ein, und statt der früheren Steinbaukästen gab es Lego oder Fischertechnik.

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