Straßenlaternen abgelehnt: Hinter Mariadorf bleibt es stockdunkel

Von: Verena Müller
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Zwischen Warden und Mariadorf: Nach Einbruch der Dunkelheit sieht man als Fußgänger ohne Taschenlampe so gut wie nichts. Ein Antrag auf Straßenbeleuchtung wurde im Stadtentwicklungssausschuss aber knapp abgelehnt. Foto: Verena Müller

Alsdorf. Wenn kein Auto an einem vorbeifährt, sieht man als Fußgänger auf dem Gehweg zwischen Warden und Mariadorf nach Einbruch der Dunkelheit wenig, wenn Scheinwerfer einen blenden: nichts. Anders lässt sich der unbeleuchtete Abschnitt nicht beschreiben.

Wo der Gehweg endet und die Fahrbahn beginnt, ist Glücksspiel. Ohne Taschenlampe sollte man sich hier also nicht bewegen, zumal der Weg teilweise uneben ist. Vorstöße vonseiten der Politik, hier Straßenlaternen zu installieren, hatte es in der Vergangenheit mehrfach gegeben. Nun ist ein erneuter Antrag der ABU/FDP-Fraktion und eine entsprechende Vorlage der Verwaltung mit einer fehlenden Stimme abgelehnt worden.

Zunächst sah es im Ausschuss für Stadtentwicklung nach Erfolg des Ansinnens aus: CDU-Fraktionsvorsitzender Franz Brandt führte die Verkehrssicherungsgründe und den Umstand, dass viele Wardener zu Fuß zum Nahversorgungszentrum gingen, ins Feld, die Grünen signalisierten ebenfalls Zustimmung. Ausschussvorsitzender Heinrich Plum (SPD) warf an der Stelle aber ein, dass es sich um eine freiwillige Leistung handele. Eine Diskussion um die geltende Rechtslage entsponn sich.

Michael Göttgens vom Verkehrsamt stellte (eigentlich) unmissverständlich klar, dass laut Bundesgesetz keine Pflicht bestehe, solche Straßen zu beleuchten. Denn: Der Abschnitt liegt außerhalb geschlossener Ortschaften. „Rechtlich kann uns also nichts geschehen“, sagte er und meinte damit, dass die Stadt bei einem Unfall nicht in Regress genommen werden kann. Die Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg bekräftigte dies.

Heinz Liska (FDP), Mitantragsteller, versuchte klarzumachen, dass es da aus seiner Sicht unterschiedliche Rechtsauffassungen gebe, biss aber bei der Verwaltung auf Granit.

Detlef Loosz, SPD-Fraktionsvorsitzender, fasste daraufhin knapp die Bedenken seiner Fraktion zusammen: Es liege vonseiten der Verwaltung kein Finanzierungsvorschlag für die veranschlagten 41.000 Euro vor, deshalb müsse man den Antrag ablehnen.

Und so kam es dann auch: Sieben Ausschussmitglieder votierten für die Beleuchtung, acht dagegen. Damit war das Thema durch. Der Abschnitt zwischen Mariadorf und Warden bleibt stockdunkel. Vorerst.

Wie Göttgens nämlich weiter ausgeführt hatte, werden im Rahmen der Brückensanierung, die exakt in dem Abschnitt Anfang März beginnt, Leerrohre verlegt. Wenn mal Geld übrig ist, könnte also doch noch Licht ins Dunkel kommen.

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