Stolz auf Tradition und Pflege des Brauchtums

Von: ehg
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Empfang aller Jungenspielspitzen: Würselens Bürgermeister Arno Nelles überreichte allen Teilnehmern entsprechende Medaillen. Foto: Sevenich

Würselen. War das wieder für ein farbenprächtiges Bild, das sich Bürgermeister Arno Nelles (SPD) bot, als er Maiköniginnen und -könige, Maimägde und Ehrendamen sowie Maiknechte und Pritschenmeister aller elf Jungenspiele zum Auftakt der Kirmessaison zum traditionellen Empfang durch die Stadt im großen Sitzungssaal willkommen hieß.

Nelles dankte allen Spellsleuten, dass sie sich in Zeiten der Globalisierung in den Dienst der Pflege eines jahrhundertealten Brauchtums stellten. Für ihre Unterstützung, die sie den Spielen jedes Jahr zuteil werden lassen, fand er anerkennende Worte – für die Freiwillige Feuerwehr, die Polizei und die Geldinstitute, aber auch für den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Würselen Jungenspiele (AWJ) mit seinem Vorsitzenden Hans Maaßen an der Spitze.

Feste gesellschaftliche Größe

„Die Jungenspiele sind im Sommer eine feste Größe im gesellschaftlichen Leben“, würdigte der Bürgermeister deren Stellenwert. Es brauche sich niemand zu schämen, wenn er traditionelle Werte hoch halte, stärkte er den Spellsleuten in allen Quartieren den Rücken. Seit einem Jahr falle ihnen auch die Aufgabe zu, „Fremde“ in die Gesellschaft zu integrieren. Nelles‘ Appell: „Führt sie an unsere Tradition heran.“ Weiter: „Wir feiern ein Brauchtum, auf das wir alle, Jung und Alt, stolz sein dürfen.“ Der Bürgermeister wünschte den Spellsleuten und allen Besuchern am Straßenrand und auf den Zelten „eine wunderbare, von Sonnenschein begleitete Saison“.

„Es ist wieder toll, wie sich die Spiele herausgeputzt haben“, bedankte sich AWJ-Vorsitzender Hans Maaßen beim Bürgermeister für den Empfang. Von Euchen über Linden-Neusen und Alt-Würselen bis Nassau, Weiden und Bardenberg werde die Stadt der Jungenspiele wieder eine große Familie bilden. Er bedankte sich bei allen, die die Pflege der Tradition förderten, nicht zuletzt bei Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie. „Wir brauchen uns in den nächsten Jahren mehr denn je“, rief er dazu auf, die Geschäftswelt von Würselen zu unterstützen.

Dass die Jungenspiel-Medaille in diesem Jahr dem 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum Würselen-Hildburghausen gewidmet ist, dafür bedankte er bei der Stadt.

Gefeiert wird das Jubiläum am Kirmessamstag, 4. Juni, mit einem Empfang für eine 37-köpfige Delegation mit Bürgermeister Holger Obst und dessen Vorgänger Steffen Harzer an der Spitze im Alten Rathaus. Maaßen wünschte allen Spellsleuten für die nächsten Wochen „gute Standfestigkeit, viel Vergnügen bei den Veranstaltungen, volle Zelte und gutes Wetter!“

Pressesprecher Bernd Schaffrath stellte die Spielspitzen vor, während Nelles und Maaßen ihnen die Medaille 2016 umhängten – bei der holden Weiblichkeit verbunden mit einem „dicken Küsschen in Ehren“. Gegenseitig spendeten sie sich reichlich Beifall, was – wie die gegenseitigen Besuche – für die zwischen ihnen vorherrschende Harmonie spricht.

Leider konnte der „spiritus rector“ des Stadtempfangs, Hubert Pütz, im 25. Jahr des Bestehens aus gesundheitlichen Gründen nicht daran teilnehmen. Er übersandte den Spellsleuten einen herzlichen Gruß. Bürgermeister und AWJ-Vorsitzender werden ihm die Jungenspiel-Medaille 2016 persönlich überreichen.

Gemeinsam wurde unter dem Maibaum auf dem Morlaixplatz das „Öm de Ustere jönnt sich de Faste us“ angestimmt, begleitet von Gerd Böker (Mandoline), Ralf Böker (Gitarre), Leo Mines (Akkordeon) und Harold Vengust (Akkordeon).

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