Stolpersteine in der Stadt auf Hochglanz poliert

Von: ehg
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„Kein Vergessen“: Schüler der Albert-Schweitzer-Schule putzten Stolpersteine vor der ehemaligen Synagoge am Lindenplatz. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Eine eindrucksvolle Aktion gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen haben fünf 15-jährige Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule realisiert.

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus putzten sie mit großem Eifer die vom Arbeitskreis „Kein Vergessen“ verlegten Stolpersteine vor der ehemaligen Synagoge am Lindenplatz 3, aber auch an der Bahnhofstraße 135 und an der Wilhelmstraße 5.

Von diesem Einsatz ließen sie sich auch nicht durch den eisigen Wind und den niedergehenden Schnee- beziehungsweise Nieselregen abhalten.

Nachdem die Messingplatten auf Hochglanz poliert waren, wurde der Name des Opfers verlesen. Im Gedenken an die ermordeten Opfer schmückten sie den jeweiligen Stolperstein mit einer Rose.

Jürgen Hohlfeld und Ursula Best vom Arbeitskreis „Kein Vergessen“ sowie Lehrerin Eva Paul und Silke Peters vom Kommunalen Integrationszentrum der Städteregion Aachen begleiteten die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Einsatz. Sie alle waren beeindruckt von dem Interesse, mit dem die Schüler sich mit der Bedeutung der Stolpersteine auseinandersetzten.

Dazu sagte Jürgen Hohlfeld: „Es ist wichtig, dass gerade Jugendliche begreifen, welche Verbrechen im Nationalsozialismus begangen worden sind und wie wichtig die Werte unserer Demokratie sind. Dazu tragen solche Aktionen bei.“

Um 15 Uhr fand wie in jedem Jahr eine Mahnwache für die Opfer des Nationalsozialismus vor der Pfarrkirche St. Sebastian statt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die sowjetische Armee am 27. Januar 1945 das Konzentrationslager Auschwitz erreicht und die wenigen überlebenden Häftlinge befreit.

Die Aktion war die Einstimmung in eine Projektwoche, die vom 3. bis 7. Februar unter dem Thema „Demokratie stärken – Rechtsextremismus damals und heute“ an ihrer Schule stattfindet. In dieser Woche werden auch die Themen „Jüdisches Leben in Würselen“ und „Zwangsarbeit“ durch den Arbeitskreis behandelt.

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