Stimmungsvolle Proklamation: Prinz Michael I. und Heike I. herrschen

Von: ehg
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Prinzenpaarproklamation des Komitees Würselener Karneval: Komitee-Präsident Hans Sinken überreicht Prinz Michael I. und Prinzessin Heike I. das Zepter der Macht. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. War das ein stimmungsvolles Spektakel, als Prinz Michael I. (Mallmann) mit Prinzessin Heike I. (Mallmann-Jakobi) an seiner Seite als elftes närrisches Prinzenpaar in der Düvelstadt den Narrenthron bestiegen. Der Präsident des Komitees Würselener Karneval (KWK), Hans Sinken, setzte ihm, dem 77. Prinzen der Düvelstadt, unter frenetischen Beifallsstürmen des närrischen Auditoriums die Narrenkappe mit Federschmuck auf und überreichte ihm das Zepter als Zeichen seiner Machtbefugnisse.

„Ihr seid richtig jeck. Das habt ihr schon bei der Kürung bewiesen. Erst recht aber bei der Proklamation“, freute sich der KWK-Vorsitzende, Bürgermeister Arno Nelles, darauf, mit dem Prinzenpaar durch die Säle ziehen zu dürfen. Schützenhilfe erfuhr das düvelstädtische Paar durch das „Dreigestirn“ aus dem „Dörflein“, Prinz Uwe II. (Tholen) und Prinzessin Anke I. (Pfennings) sowie Kinderprinzessin Jana I. (Bechlarz-Jansen), aber auch durch die Weidener Prinzessin Steffi I. (Glaser).

Flottes Unterhaltungsprogramm

Unter Laridah-Fanfarenklängen des Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ hatte die grün-weiße Streitmacht des 1. Würselener Karnevalsvereins, in dessen Festsitzung die Proklamation eingebettet war, Einzug gehalten. „Die Bude ist voll“, begrüßte der teuflische Präsident Gerhard Römer, der locker durch das Programm führte, die zahlreichen Narren im düvelstädtischen Gürzenich an der Klosterstraße. Der tanzende Nachwuchs des Vereins bewährte sich als Eisbrecher. Sowohl die beiden Garden als auch Kindermariechen Romina (Sedano), Tanzpaar Lisa Voßen und Thomas Hoven sowie Jugendmarie Ramona (Krönchen) warteten mit bezaubernden tänzerischen Leistungen auf. Als Kinderpräsident machte Niklas Mainz, der Sohn des Vorsitzenden, seine Aufwartung. Sein Debüt in der Bütt feierte „Ne Kistedüvel“, weiblichen Geschlechtes, Thilly Meesters aus Mönchengladbach. Das Stippeföttchen feierte fröhliche Urständ, als die Prinzengarde St. Augustin aufmarschierte. Das erste offizielle Bad in der Menge genoss deren Prinzenpaar vor auswärtigem Narrenvolk. Einen flotten Showtanz legte die weibliche Tanzformation auf die Bretter.

Eingeläutet wurde der närrisch-festliche Akt durch das Komitee Marschlied „Jeck loss Jecke elangs“, erstmals vorgetragen von den Wöschelter Prinzen aus der Textfeder ihres Frontmannes Dieter van Horn. „Es wird eine tolle Session“, prognostizierte KWK-Präsident Sinken, als er einen triumphalen Einmarsch erlebte. Die zu proklamierende Tollität und Ihre Lieblichkeit („Wir sind Prinz“) strahlten um die Wette vor Glückseligkeit. Prinz Michael I.: „Mama, guck mal. Ich habe es geschafft!“

Umrahmt wurden sie von einem schmucken Hofstaat im Look der 1920er Jahre. Eine besondere Überraschung bereiteten die Kolleginnen aus dem DRK-Kindergarten Im Winkel der Prinzessin. Zu Ehren des düvelstädtischen Prinzenpaares setzte sich die Marie der Prinzengarde, Melanie Kreutzer, die sich am Ende des Session von der Bühne verabschieden wird, mit einem temperamentvollen Tanz in Szene. Die Regierungserklärung verlas Ghan Mario Candrian aus dem Hofstaat. Darin verfügt der Prinz unter anderem, dass der Bürgermeister und sein Stadtrat ab sofort eine rote Nase zu tragen haben. „Bei Nichteinhaltung müssen sie den Bürgern nach Schneefall die Gehwege räumen.“ Wasser sei nur zur Körperreinigung gestattet und werde aus dem Bachlauf vor St. Sebastian entnommen.

Dann ging mit „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer die Post ab. Für den lieben Papa aus Aachen stimmte die Prinzessin ein Medley Alt-Aachener Karnevalslieder an. Den Schlusspunkt setzte die WKV-Tanzgarde mit ihrem neuen mitreißenden Tanz. Hans Sinken verabschiedete sich mit „Dat es Wöschelter Fastelovvend!“ bis Fettdonnerstag auf dem Morlaixplatz.

Schlag auf Schlag ging es weiter im Programm. HaPe Jonen drückte mit seinen Kölner Liedern und seiner Trompeteneinlage auf die Stimmungstube. Eine atemberaubende Tanzshow zogen die Husaren aus Linz am Rhein mit ihrer Marie ab. Ins Leben gerufen wurde die Garde von dem Nachkriegsprinzen der Düvelstadt, Willi Rombach, der kürzlich im Alter von 94 Jahren gestorben ist. Mit ihrer Alphorn-Comedy-Show strapazierten Horst und Ewald zu vorgerückter Stunde noch heftig das Zwerchfell.

Einen glanzvollen Schlusspunkt setzten die Regimentstrompeter aus Eschweiler. Musikus Walter Spiller umrahmte das stimmungsvolle Spektakel.

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