Stimmen fürs Europaparlament werden zuerst ausgezählt

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Viel zum Ankreuzen: Die Ergebnisse stehen erst in der Nacht fest. Der prominenteste Kandidat stammt mit Martin Schulz aus Würselen.

Nordkreis. Weitere Stimmzettel gilt es auszufüllen: für die Städteregionswahlen und für das Europaparlament. Für diese letztere Wahl muss man allerdings das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Der Städteregionstag (braun)

Der Städteregionstag wurde 2009 erstmals gewählt. Er hat 72 Sitze, da das kommunale Gebilde aus Alt-Kreis und Stadt Aachen einer Großstadt mit über 500 000 Einwohnern gleichgestellt wurde. Landkreise dieser Größenordnung haben im Vergleich nur 66 Kreistagssitze. 36 Sitze werden über Direktmandate vergeben und 36 über die Reservelisten. Es treten an: CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke, Republikaner, UFW, Piraten.

Die Aufgaben des Städteregionstags gleichen denen des Stadtrats. Wobei sich das Spektrum auf jene Themengebiete bezieht, für die die Städteregion in Gänze und nicht die einzelnen Kommunen zuständig sind.

Die Stadt Aachen hat beispielsweise das Gesundheitsamt und weite Teile des Sozialamts an die Städteregion übertragen, Baesweiler das Jugendamt.

Der Städteregionsrat (graublau)

Der Städteregionsrat löste 2009 den Posten des Landrats ab. Die Wahl läuft ab wie die der Bürgermeister: also mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang oder einer Stichwahl am 15. Juni. Es kandidieren: Helmut Etschenberg (CDU), Christiane Karl (SPD), Elisabeth Paul (Grüne), Dr. Werner Pfeil (FDP) und Uwe Löhr (Die Linke).

Der Städteregionsrat ist der Verwaltungschef der Städteregion Aachen. Wobei die Städteregionsverwaltung für die neun „kreisangehörigen“ Kommunen auch die Aufsichtsfunktion innehat. Im Fall der Stadt Aachen ist dafür die Bezirksregierung zuständig.

Europawahl (weiß)

Gewählt werden bundesweit 96 Abgeordnete für das Europaparlament, das 751 Sitze haben wird. Direktkandidaten gibt es nicht und somit auch nur eine Stimme.

Zur Wahl stehen 24 Parteien. Anders als noch 2009 gibt es keine Prozenthürde mehr. Möglich ist also, dass auch „kleine“ Parteien den Sprung ins Parlament schaffen. In vier EU-Staaten – Belgien, Luxemburg, Griechenland und Zypern – gibt es im Gegensatz zu Deutschland eine Wahlpflicht.

Prominentester Kandidat – nicht nur im Nordkreis – ist übrigens der frühere Würselener Bürgermeister und heutige Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, als Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten. Aus Aachen kandidiert Sabine Verheyen (CDU), die auf Platz 5 der NRW-Liste steht.

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