Stiftung unterstützt Kirchengemeinden mit Sprachlernprogramm

Von: nu
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Vom Rosetta-Stone-Sprachlernprogramm begeistert sind: Martin Obrikat, Vorstand der Evangelischen Kirchenstiftung, Pfarrer Ulrich Schuster von der Kirchengemeinde Setterich-Siersdorf, Hafida Boudchiche, die übersetzt und beim Lernen hilft, Nicole Meyr, Managerin des DRK-Stadtteilbüros, Nabil Mekkaoui und seine Frau Zohra Baouche, Hussein Zandnan und seine Frau Ahlam Kanjo mit Tochter Amani Zandnan (v.l.). Foto: M. Nußbaum

Baesweiler. Amani Zandnan trägt eine Sonnenbrille und eine Kette in Schwarz-Rot-Gold und lacht fröhlich. „Sie möchte, dass Deutschland bei der EM Meister wird“, erklärt ihr Papa Hussein. Gemeinsam mit seiner Frau Ahlam Kanjo, den Töchtern Haneen und Amani und Sohn Habeeb ist der irakische Kurde vor einigen Monaten nach Setterich gekommen.

Über seine alte Heimat möchte er nicht sprechen. Zu viel Schlimmes sei dort passiert. „In Setterich fühlen wir uns sicher. Wir haben keine Angst mehr und sind hier endlich zur Ruhe gekommen“, sagt Hussein.

Ahlam und er nehmen wöchentlich am Sprachlernprogramm „Rosetta Stone“ im Haus Setterich teil. „Fest steht, dass Sprache der Schlüssel für eine gelungene Integration ist“, erklärt Martin Obrikat, Vorstand der evangelischen Stiftung für Kirche und Diakonie im Kirchenkreis Aachen. Doch er weiß um die Schwierigkeiten. Denn die Zahl der Plätze in professionellen Sprachkursen ist begrenzt. „Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bemühen sich mit großem Engagement, diese Lücke zu schließen“, sagt Pfarrer Ulrich Schuster von der evangelischen Kirchengemeinde Setterich-Siersdorf. Diese gehört zu den 25 Gemeinden innerhalb des Kirchenkreises, die von der Kirchenstiftung mit Laptops und dem Sprachlernprogramm ausgestattet werden. Einen kompetenten Partner hat die Kirchenstiftung im Haus Setterich gefunden. Nicole Meyr, Managerin des DRK-Stadtteilbüros, freut sich, dass sie den Flüchtlingen mit dem Sprachkurs eine weitere Möglichkeit der Integration bieten kann.

Mit ins Boot holen konnte sie Hafida Boudchiche, eine Honorarkraft, die über den Fond „Soziale Stadt“ bezahlt wird. Hafida spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch und bringt so die besten Voraussetzungen mit, die Flüchtlinge ins Programm einzuführen, ihre Fragen zu beantworten und sie während des Kurses zu begleiten.

Auch Zohra Baouche und Nabil Mekkaoui aus Algerien sind vom Sprachkurs begeistert, der zweimal wöchentlich stattfindet. „Wer mag, kann auch zwischendurch vorbeikommen und lernen“, sagt Nicole Meyr. Das tun Zohra und Nabil gern. Sie fühlen sich mit ihren Kindern Kadija, Yossra, Gofran und Mohamed in Setterich sehr wohl. „Unsere deutsche Nachbarin klopft jeden Tag bei uns und bietet ihre Hilfe an. Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit.“ Nicole Meyr, Martin Obrikat und Ulrich Schuster sind vom Sprachlernprogramm Rosetta Stone überzeugt. „Es ermöglicht den Flüchtlingen, selbstbestimmt und in ihrem eigenen Rhythmus zu lernen. Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Jeder wird ermutigt, das Gelernte sofort umzusetzen.“

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