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Stiftung Jürgen Kutsch liefert Kisten mit Obst und Gemüse

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
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Nicht nur lecker, sondern auch pädagogisch wertvoll: Das Zubereiten von Obstspießen schult die Motorik der Finger und fördert auch das soziale Miteinander beim gemeinsamen „Arbeiten“ für die ganze Gruppe.

Alsdorf. Obst ist süß, manchmal sauer, schmeckt aber immer und ist gesund – und steht dennoch bei vielen Kindern nicht ganz oben auf dem Speiseplan. Das zu ändern, hat sich die Stiftung Jürgen Kutsch unter anderem auf die Fahnen geschrieben und stellt ausgewählten Kindergärten und Kindertagesstätten Obst- und Gemüsekisten zur Verfügung.

So jetzt auch der integrativen städtischen Kita Biberburg in Alsdorf-Hoengen. Wöchentlich erhält die Einrichtung eine prall gefüllte Kiste mit Obst und Gemüse der Saison, gesponsert von der Vazquez Transport und Handels GmbH und GLS Paketdienst.

Für Leiterin Silvia Rahders sind die Lebensmittel dabei mehr als zusätzliche Vitaminlieferanten: „Die Kinder lernen diese Lebensmittel kennen, erfahren was zu welcher Jahreszeit wächst, geerntet werden kann und wie diese Früchte überhaupt heißen“, erklärt sie. So mancher Knirps kennt nämlich Äpfel oder Gurken nur aus der Gemüseabteilung des Discounters beim Einkauf mit den Eltern. Und dabei muss es bekanntlich oft recht schnell gehen: „Manche Eltern haben gar nicht die Zeit, in Ruhe, etwa auf dem Wochenmarkt oder dem kleinen Laden um die Ecke einkaufen zu gehen, geschweige denn, das eine oder andere den Kindern zu den Lebensmitteln zu erklären“, sagt die Leiterin. Warum etwa im Winter keine Erdbeeren im Obstkorb sind, verstehen viele Kinder nicht, sind diese doch in der Discounterauslage üppig vorhanden. . .

Motorik wird geschult

Auch der Umgang mit dem Obst, das von den Kindern zu mundgerechten, appetitlichen Spießen für die ganze Gruppe verarbeitet wird, hat einen Lerneffekt: „Das schult die Motorik und kräftigt auch die Finger. Wenn man so will, ist das bereits eine Vorbereitung auf das Schreibenlernen mit dem Stift in der Schule“, sagt Silvia Rahders. Soziale Kompetenz spielt auch eine Rolle: Denn durch das gemeinsame Zubereiten der Speisen – etwa appetitliche Obst-Sticks für die ganze Gruppe – werden Verantwortung und das Miteinander gefördert.

Das Soziale ist Jürgen Kutsch von der gleichnamigen Stiftung besonders wichtig: „Die Biberburg ist als integrative Einrichtung eine Kita, die uns am Herzen liegt. In Aachen geben wir Kisten mit Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau an Einrichtungen, der von Gehandicapten betrieben wird.“

„Frisches“ vom Discounter versucht die Stiftung zu vermeiden. Das hat nicht einmal alleine mit deren Preispolitik und weltweitem Einkauf zu tun: „Natürlich geben wir lieber frische, saisonale Ware aus der Region weiter an die Kitas. Und die bekommt man auch beim kleinen Händler. Diese wollen wir ebenso fördern und damit der Verödung der Innenstädte entgegenwirken“, sagt Kutsch.

Manfred Schmidt, stellvertretender Fachgebietsleiter Jugend der Stadt Alsdorf, freut sich über die Obstkisten-Aktion: „Das ist jetzt die vierte Einrichtung, die die Stiftung in Alsdorf unterstützt. Das Projekt unterstützt unser pädagogisches Konzept aus Ernährung und Bewegung.“

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