Baesweiler - Sternsinger trotzen Wind und Regen

Sternsinger trotzen Wind und Regen

Von: Stefan Schaum
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Gern unterwegs mit Sammelbüch
Gern unterwegs mit Sammelbüchse und Kronen: Die Sternsinger Thomas Mimberg, Dustin Ziehm, Ashley Decker, Madleen Suchan und Alexandra Höhne (v.l.) waren in St. Petrus unterwegs und haben viele Spenden bekommen. Foto: Stefan Schaum

Baesweiler. Wie gut, dass für die Sternsinger in Baesweiler am Donnerstag nur ein einziger Sammeltermin anstand, und zwar einer im Trockenen.

Im Baesweiler Rathaus waren die Kleinen in ihren Kostümen bestens geschützt vor dem Regen, den heftige Winde durch die Straßen peitschten. Und Spenden gab es im Verwaltungsgebäude obendrein, denn Bürgermeister Dr. Willi Linkens füllte die Sammeldosen gerne.

Lieder und Gedichte

Noch bis zum kommenden Mittwoch werden in Baesweiler die Kinder an den Haustüren klingeln, Lieder singen oder Gedichte vortragen, und dabei um Geld bitten, das in diesem Jahr Hilfsprojekten in Nicaragua zugute kommen soll. Diese Motivation treibt die neunjährige Katharina Meißen bereits zum vierten Mal auf die Straße. „Ich bin gerne wieder als Sternsingerin unterwegs, weil ich es schlimm finde, unter welchen Umständen Kinder in armen Ländern oft leben müssen.” Die junge Oidtweilerin weiß, „dass es leider nicht überall selbstverständlich ist, ein Dach über dem Kopf zu haben”.

Meist wird geöffnet

Dass auch am Samstag, wenn sie mit ihrer Gruppe von Haustür zu Haustür ziehen wird, Regen erwartet wird, hält sie nicht ab. „Im vergangenen Jahr sind wir durch tiefen Schnee gestapft. Das klappt schon.” Um die Spendenbereitschaft sei es im übrigen gut bestellt, sagt Elisabeth Kockerols, die eine der erwachsenen Begleiter der Gruppe ist. „Im vergangenen Jahr haben wir es allein in Oidtweiler und Bettendorf auf gut 3000 Euro gebracht.” Zwar komme es auch dort mal vor, dass Türen verschlossen bleiben - oder den Sammlern gleich wieder vor der Nase zugeschlagen werden -, „aber das passiert nur ganz, ganz selten.”

Den Sammlern in St. Petrus passiert es nie, denn sie kommen nur auf Wunsch. „Wer die Sternsinger empfangen möchte, ruft vorher im Gemeindebüro an”, sagt Christine Mimberg, die die vierköpfige Sternsingergruppe begleitet. Deren Sammelbüchse ist bereits gefüllt, an 34 Haustüren haben sie gesungen. Mit dabei: die vierjährige Ashley Decker, eine der jüngsten in der großen Sternsingerrunde, die am Donnerstag im Rathaus hoch gelobt wurde. „Dass Kinder einen großen Teil ihrer Freizeit opfern, um anderen Kindern zu helfen ist beachtlich. Das ist ein Engagement, das aller Ehren wert ist”, sagte Dr. Willi Linkens.

Solchen Kindern gebührt auch eine Stärkung. Und die gab es in Form von Limonade und vielen Süßigkeiten.
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