Herzogenrath - Stephany-Stiftung unterstützt Restaurierung von St. Willibrord

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Stephany-Stiftung unterstützt Restaurierung von St. Willibrord

Von: fs
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Freude über den neuen Anblick
Freude über den neuen Anblick des Kircheninneren: Die Stiftungskommission der Bischöflichen Prälat-Dr.-Erich-Stephany-Stiftung machte sich zusammen mit Pastor Heinz Intrau (Mitte) ein Bild vom Ergebnis der Restaurierungsarbeiten in St. Willibrord, Alt-Merkstein. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Große Freude in der Pfarrgemeinde St. Willibrord: Die Bischöfliche Prälat-Dr.-Erich-Stephany-Stiftung hat Pastor Heinz Intrau einen Förderbescheid über stolze 5000 Euro überreicht.

Das Kuratorium unter Leitung des Landeskonservators Professor Dr. Udo Mainzer und der Stiftungsvorstand nutzten die Gelegenheit, sich von Pfarrer Heinz Intrau, Architekt Elmar-Paul Sommer sowie Elmar von Reth und Noemi Welter von der Abteilung Kirchbau und Denkmalpflege des Bistums die Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahme vorstellen zu lassen.

Die erste Kirche in Alt-Merkstein soll der heilige Willibrord selbst gebaut haben, erstmals schriftlich erwähnt im Jahr 1123, der heutige Turm wird auf 1223 datiert. Zwischen 1746 und 1788 entstand die spätbarocke Pfarrkirche mit Hochaltar samt Marien- und Willibrord-Altar - sowie den Figuren der beiden Heiligen, Spätwerke des renommierten Barockbildhauers Gabriel Grupello. Die Tochter Grupellos, der unter anderem Hofbildhauer Kaiser Karl des VI. war, hatte den Schultheißen von Merkstein geheiratet. Der Künstler verbrachte seinen Lebensabend bei ihr und schuf die für eine so kleine Kirche eher ungewöhnlichen Figuren. Um Platz zu schaffen, waren die Retabeln (Aufbauten) der Seitenaltäre nach dem Krieg über die Türen zur Sakristei versetzt worden. Die Grupello-Figuren hingen versteckt an der linken Seitenwand.

Heilige thronen über den Türen

Mit der notwendigen Sanierung der Kirche ergab sich die Gelegenheit, die historische Raumaufteilung so weit möglich wieder herzustellen. Architekt Sommer: „Man staunte, hier ein solches spätbarockes Kleinod vorzufinden, hatte aber immer den Eindruck, hier stimmt etwas nicht.” Mit den Gre-mien der Pfarre und der Abteilung Kirchenbau und Denkmalpflege entwickelte er Pläne, die barocke Harmonie wiederherzustellen. Dabei mussten Kompromisse eingegangen werden. Zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen, wie Elmar von Reth ausführt, um die historische Situation mit heutigen Anforderungen an die Liturgie zu verbinden. Die Retabeln erhielten Unterbauten und wurden an ihren ursprünglichen Platz zurückversetzt. Der Marienaltar ist mit einem Pult für das Evangelium versehen worden, der Willibrord-Altar wird als Kredenz genutzt.

Die Grupello-Figuren stehen wieder auf ihren alten Postamenten über den Türen zur Sakristei. Außerdem wurde die Kanzel an ihren alten Platz versetzt, die Chorbänke rechts und links des Altarraums platziert. Das Taufbecken steht wieder in der Taufkapelle. Wände und Decken in Weiß und hellem Grau mit goldenen Sternen runden das Gesamtbild ab. Für Noemi Welter ist die beste Bestätigung, dass man sich die Kirche gar nicht mehr anders vorstellen kann. Auch die Vertreter der Stephany-Stiftung waren zufrieden, wie Geschäftsführer Hans-Josef Siebertz erklärte, der mit Professor Mainzer den Förderbescheid überbrachte.
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