Alsdorf - Stellvertretender Bürgermeister Dieter Lothmann ist tot

Stellvertretender Bürgermeister Dieter Lothmann ist tot

Von: Verena Müller
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Im Alter von 29 Jahren gestorben: Dieter Lothmann (CDU), stellvertretender Bürgermeister der Stadt Alsdorf. Foto: JU

Alsdorf. Der stellvertretende Bürgermeister Alsdorfs, Dieter Lothmann (CDU), ist am Samstag im Alter von 29 Jahren gestorben. Das bestätigte am Sonntag Bürgermeister Alfred Sonders.

„Wir sind alle zutiefst bestürzt, dass ein so junger Mann so früh von uns gegangen ist und sprechen der Familie unser herzliches Beileid aus“, sagte er im Namen der Stadt. Er hatte Lothmann, der Anfang des Jahres an Krebs erkrankt war, noch in der vergangenen Woche im Krankenhaus besucht und zeigte sich danach sichtlich erschüttert.

„Er war als Mitglied des Stadtrats und in seiner Partei immer sehr aktiv. Als mein Stellvertreter hat er immer viele Termine an meiner Stelle wahrgenommen“, so Sonders weiter. Weggefährten und Parteigenossen reagierten auf die Nachricht vom Tode Lothmanns gleichermaßen geschockt.

Dieter Lothmann wurde 1986 in Aachen geboren. Er trat der CDU und der Jungen Union (JU) im Jahr 2004 bei. Von 2009 bis 2014 führte er den JU-Kreisverband Aachen-Land als Vorsitzender. Seit Anfang vergangenen Jahres war er CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Alsdorf, zuvor bereits langjähriges Ratsmitglied für Warden. Hier war er finanzpolitischer Sprecher der Fraktion und hat sich besonders im Bereich Bauunterhaltung eingebracht.

Seit der Kommunalwahl 2014 war er stellvertretender Bürgermeister seiner Heimatstadt. Er war unter anderem Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand der Jungen Union Nordrhein-Westfalen und Mitglied im Braunkohlenausschuss des Regierungsbezirkes Köln.

Beruflich hat er zuletzt für die Kreis-CDU gearbeitet. Seine Familie stammt aus Warden, in den ortsansässigen Vereinen – sowohl beim VfL Eintracht als auch beispielsweise als Betreuer im Kinderkarneval – war er sehr engagiert.

Tim Fürpeil, Nachfolger von Lothmann als JU-Kreisvorsitzender, war mit Dieter Lothmann eng befreundet. „Wer ihn kannte, wusste, Dieter hat ein großes Herz. Unsere JU verliert einen Freund und Förderer. Aus meiner Zusammenarbeit mit Dieter ist eine persönliche Freundschaft geworden, wie man sie nicht oft findet in der Politik. Von seinem monatelangen Leiden ist er nun erlöst. Die JU wird ihn vermissen und ich vermisse einen echten Freund. Es ist einfach nur traurig.“

In der gesamten CDU herrscht Trauer und Betroffenheit. Helmut Brandt, Bundestagsabgeordneter für die Städteregion, hebt Lothmanns Engagement für Alsdorf hervor: „Mit Dieter verliert die CDU in Alsdorf und in der gesamten Städteregion einen Hoffnungsträger. Er war ein junger Bürgermeister mit großer menschlicher Wärme, viel Kraft und frischen Ideen für die Zukunft unserer Heimatstadt. Sein Tod berührt mich tief. Meine Gedanken und Gebete sind bei seinen Eltern und seiner Familie.“

Hendrik Schmitz, Landtagsabgeordneter für Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen, war einer der engsten politischen Begleiter von Dieter Lothmann: „Dieter kannte ich seit Beginn seiner politischen Arbeit. Er war ein guter Freund, ein feiner Kerl, ein geradliniger Charakter. Als er JU-Kreisvorsitzender war, war ich JU-Bezirksvorsitzender. Dieter war mir immer ein wichtiger Ratgeber – eine Vertrauensperson. Ich bin sprachlos und fassungslos, dass er uns so früh verlassen musste, aber auch dankbar, dass ich dieses große Stück Strecke in der Politik gemeinsam mit ihm gehen konnte.“

Der stellvertretende Alsdorfer CDU-Stadtverbandsvorsitzende Benedikt Schneider, der Fraktionsvorsitzende Franz Brandt und der CDU-Kreisvorsitzende Aachen Land Axel Wirtz (MdL) erklärten: „Wir sind tief betroffen vom allzu frühen Tod unseres Freundes. Der Verstorbene gehörte zu den aktiven Verantwortungsträgern der CDU Alsdorf und auch der Jungen Union und erfreute sich großer Beliebtheit über die Parteigrenzen hinaus. Dieter wird uns als Freund und Mandats- und Funktionsträger der Union sehr fehlen. Die Lücke, die er hinterlässt, wird nur schwer zu schließen sein. Unser tiefes Mitgefühl gilt seinen Eltern, Geschwistern und der gesamten Familie.“

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