Würselen - Stehende Ovationen für „Flötenklang und Orgelzauber“

Radarfallen Bltzen Freisteller

Stehende Ovationen für „Flötenklang und Orgelzauber“

Von: ehg
Letzte Aktualisierung:
13099258.jpg
Festliche Klänge in St. Sebastian: Flötenklänge und Orgelzauber mit Hans-André Stamm (Orgel) und Anna Will (Piccolo in C, Piccolo in F und Große Flöte). Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zwei hochkarätige deutsche Musiker, der Komponist und Organist Hans-André Stamm (Leverkusen) und die Flötistin Anna Will (Bonn), gaben anlässlich der Denkmaltage im „Dom“ unter dem Motto „Flötenklang und Orgelzauber“ ein fulminantes Konzert.

Das facettenreiche Programm beinhaltete klassische Meisterwerke, eigene Kompositionen und bearbeitete klassische Werke. Ob der Begeisterung, die beide Künstler – überwiegend im Duo und bei einigen Kompositionen unterstützt durch eine Pauke – durch ihre zauberhaften Klänge entfachten, gab es am Ende des einstündigen musikalischen Hochgenusses stehende Ovationen.

Zunächst brachte das Duo fünf Eigenkompositionen des Organisten zu Gehör. Mit dem „March of Joy“ wurde die Tür zu einem für Würselen bisher einmaligen musikalischen Erlebnis weit aufgestoßen. Das Gotteshaus hallte von den Klängen der Orgel und der Flöte wider. Anna Will erwies sich nicht nur bei diesem Werk als kongeniale Partnerin.

Auf der F-Flöte setzte sie sich beim Stück „La curruca feliz“ (Die fröhliche Grasmücke) brillant in Szene, nicht minder stellte sie bei der „Celtic Hymn“ ihre technische Versiertheit unter Beweis. Als Kontrast zu den melodischen Stücken dann der erste Paukenschlag. Der Organist lotete mit seiner „Toccata all´írlandese“ die Klangfülle der Eule-Orgel sowohl im Crescendo als auch im Decrescendo aus, ein gewaltiger Kontrapunkt zu den voraufgegangenen Darbietungen.

Es folgte als erneuter Kontrast „Sunit Morning“. Arrangiert vom Organisten erklang die „Cantilene“ für Flöte und Orgel von Gabriel Fauré.

In ihrer Spielfreude kaum zu bremsen war das Duo bei „Danse de Printemps“, eine weitere Kostprobe aus eigener Feder. Wieder einmal brillierte die Piccoloflöte in F bei dem Stück „Melodie für Quingwen“. Dann die „Toccata alla celtica“, eine weitere eigene Komposition.

Neues Betätigungsfeld

„Küss mich, halt mich, lieb mich“ – Mit der Filmmusik aus „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda wurde eine weitere wunderschöne Seite im Programm aufgeschlagen. Der Orgelvirtuose, der als Filmmusik-Komponist ein neues Betätigungsfeld entdeckt hat, lebte sich auch mit seiner „Toccata nicoise“ auf der Eule-Orgel aus. Schließlich entführte er in fernöstliche Musiksphären, als er „Kojo no Tsuki“ (Mond über der Burgruine) des japanischen Komponisten Rentaro Taki im Verein mit der F-Flöte intonierte.

Stamms „Scherzo brillante“ bildete den glorreichen Schlusspunkt. Der „Macher“ der Denkmaltage an St. Sebastian, Rolf Rüland, bedankte sich im Namen der über alle Maßen begeisterten Konzertbesucher bei den beiden Ausnahmemusikern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert