Herzogenrath - Stefan Kuklik wechselt von den Piraten zur SPD

Stefan Kuklik wechselt von den Piraten zur SPD

Von: mabie
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Neu bei der SPD: Stefan Kuklik. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Zur Bürgermeisterwahl 2014 in Herzogenrath war er die große Überraschung: Stefan Kuklik, der damals für die Piratenpartei ins Rennen ums höchste Amt in der Stadt ging. Damals musste er sich hinter Dr. Manfred Fleckenstein (SPD) und Amtsinhaber Christoph von den Driesch (CDU) einreihen.

Wie zu erfahren war, hat er nun am Montag die Partei gewechselt, ist aus der Piratenpartei ausgetreten und Mitglied der SPD geworden. „Nach erfolgreichen Jahren Arbeit in der Piratenpartei, freue ich mich in der SPD und der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Herzogenrath eine neue politische Heimat gefunden zu haben“, erklärte Kuklik auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Insgesamt war es eine tolle Zeit mit einer starken Mannschaft bestehend aus Fraktion und sachkundigen Bürgern“, so der Ex-Pirat weiter. Kuklik war in diesem Team nicht nur als „Gesicht“ spätestens seit dem Bürgermeister-Wahlkampf 2014, sondern auch als stellvertretender Fraktionsvorsitzender bekannt.

Für den Fraktionsvorsitzenden der Piraten, Kai Baumann, kam die Entscheidung Kukliks sehr plötzlich. Er wurde am Montagabend von Kuklik in einem persönlichen Gespräch informiert. „Ich bin sehr überrascht über seine Entscheidung“, so Baumann in einer kurzen Stellungnahme. Politisch dürften die Piraten, die sich nun nur noch mit Kai Baumann als gewähltem Vertreter im Stadtrat vertreten sehen, schwieriges Fahrwasser vor sich haben.

Ausblicke auf die Zukunft wollte Baumann zwar nicht kommentieren. Doch Kuklik hatte in seiner Begründung Verständnis für die Reaktion der Piraten, die nun bis mindestens zur kommenden Kommunalwahl 2020 ohne Fraktion dastehen. „Sicherlich war die Enttäuschung in der Piratenfraktion, die nun vor Ort Geschichte ist, über meine Entscheidung groß“, so Kuklik weiter.

Er bedankte sich dennoch bei allen Mitstreitern für ihr starkes Engagement. Vor allem die laut Kuklik „faire und offene Zusammenarbeit im Rat über die Fraktionsgrenzen hinweg“ und auch konstruktive Gespräche im Vorfeld des Parteiwechsels hätten ihn „nachhaltig davon überzeugt“, richtig zu handeln.

„Mit meiner auch schon bei den Piraten sozial-liberalen Grundhaltung werde ich mich in der SPD sehr gut aufgehoben wiederfinden“, sagte er zu. Zusätzlich hat er sich als Betriebsratsvorsitzender bei Elsa und bei Kyocera engagiert. Nach neun Jahren bei den Piraten will er bei den Sozialdemokraten in Herzogenrath gerade in den Feldern Digitales und Datenschutz mitwirken.

 

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