Stéfan Horn stellt bewegtes Leben vor

Von: yl
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Ein unterhaltsamer Abend: Dafür sorgten Stéfan Horn und sein musikalischer Begleiter Bernhard Wiesemann. Foto: Yannick Longerich

Würselen. Der noch junge Literaturkreis der deutsch-französischen Gesellschaft Würselen konnte jüngst mit einem prominenten Gastleser aufwarten: Stéfan Horn, ehemaliges Ensemblemitglied des Theaters Aachen und mit Walter Danz langjähriger Inszenator der Kleinkunstbühne Eschweiler Talbahnhof, führte die zahlreichen Besucher im Alten Rathaus in seine romaneske Autobiographie ein.

Seine von deutsch-französischer Freundschaft geprägte Vita begann mitten im Krieg, während der deutschen Besatzung. Den beklemmenden und düsteren Passagen über deutsche Vergeltungsgräuel im Heimatdorf folgten zahlreiche humorvolle Anekdoten aus der Nachkriegszeit bis hin ins Jugendalter. Aus dieser Zeit datiert der Ursprung seines künstlerischen Schaffens. Ein Talentwettbewerb, „der letztendlich im Fiasko endete“, war die erste Bühnenerfahrung.

„In der zweiten Reihe“

Der Entschluss seiner Eltern, 1958 in ihr Geburtsland Deutschland zurückzukehren, entfachte bei ihm nur wenig Begeisterung. „Mein Leben in der zweiten Reihe der Schauspielszene nahm über Engagements in Darmstadt und Paderborn seinen Lauf.“

Unter großem Gelächter gab er Anekdoten über seine Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Gerd Fröbe zum Besten, welcher nicht unbedingt mit allzu großer Großzügigkeit seinen Kollegen gegenüber geglänzt habe.

Während der kurzweiligen musikalischen Intermezzi stand ihm sein langjähriger Freund und Weggefährte Bernhard Wiesemann zur Seite. Der ehemalige Chorleiter des städtischen Gymnasiums Würselen begleitete die humorvoll vorgetragenen französischen Volkslieder auf der Akustikgitarre.

Die Vorsitzende der deutsch-französischen Gesellschaft Würselen, Ellen Thielen-Vafaie, dankte vor allem der Initiative aus den eigenen Reihen. So wurde der Kontakt zu Stéfan Horn über gute Verbindungen einzelner Mitglieder hergestellt.

Nach der gelungenen Veranstaltung sprach Thielen-Vafaie dem Gast noch einmal besondere Dankbarkeit aus, da durch dessen Honorarverzicht den Besuchern freier Eintritt ermöglicht werden konnte. Dem Spendenaufruf der Gesellschaft kamen die Besucher jedoch umso mehr nach, so dass ein stattlicher Betrag für die Asylhilfe in Würselen gesammelt werden konnte.

Die Gesellschaft verwies darüber hinaus auf das anstehende 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft Würselen-Morlaix vom 5. bis 8. Mai. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!“

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