Stechender Geruch: Lkw-Fahrer handelt geistesgegenwärtig

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Würselen. Zu einem Einsatz wurde die Freiwillige Feuerwehr Würselen am frühen Donnerstagmorgen gegen 2.10 Uhr zu einer Spedition im Gewerbegebiet Aachener Kreuz gerufen.

Beim Entladen eines Lkw hatte ein Arbeiter einen stechenden Geruch im Laderaum bemerkt. Geistesgegenwärtig setzte der Fahrer seinen Lkw von der Laderampe weg. Der Lagerarbeiter klagte über leichte Übelkeit und wurde vor Ort von einem Notarzt untersucht und in ein Krankenhaus gebracht, während der Fahrer unverletzt blieb.

Neben der Würselener Wehr wurde der Gefahrgutzug aus Herzogenrath-Kohlscheid alarmiert. Ausgerüstet mit Chemiekalien-Schutzanzügen gingen Trupps zur Erkundung mit Messgeräten vor. Der Gefahrenbereich wurde abgesperrt und ausgeleuchtet. Zunächst mussten mehrere unversehrte Paletten aus dem Lastwagen entladen werden. Erst danach stießen die Kräfte auf mehrere offensichtlich unsachgemäß abgepackte Behälter einer Säure, wie die Feuerwehr mitteilt. Anhand der Ladepapiere wurden weitere Stoffeigenschaften in Erfahrung gebracht. Eventuell auftretende Dämpfe wurden mit einer Wasserwand niedergeschlagen.

Ordnungsgemäß entsorgt

Der Fachberater der Feuerwehr Herzogenrath, Hartmut Prast, wertete die Daten aus. Lediglich eine geringfügige Menge war ausgetreten und wurde mit Chemikalienbindemittel aufgesogen.

Die schadhaften Kanister wurden in einem luftdichten Behälter verpackt und samt Bindemittel der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Dabei wurden die vorgehenden Wehrleute ständig ausgetauscht. Weitere Schutzanzüge und Atemschutzgeräte wurden durch den in Würselen für die Städteregion stationierten Gerätewagen zur Einsatzstelle gebracht.

Eine Gefährdung für die Bevölkerung und die Umwelt bestand laut Feuwerwehr nicht. Vor Ort waren das Umweltamt der Städteregion und die Würselener Ordnungsbehörde. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Hollands machte sich ebenfalls ein Bild der Lage.

Etwa vier Stunden waren 35 Kräfte der Feuerwache Würselen sowie der Löschzüge Broichweiden und Würselen-Mitte sowie 15 Kräfte der Herzogenrather Wehr unter Leitung von Stadtbrandinspektor Josef Hermanns im Einsatz. Während dieser Zeit stauten sich vor dem Speditionsgelände viele nicht abgefertigte Lastwagen. Die Polizei übernahm die Verkehrsregelung - und die Ermittlungen vor Ort.
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