Staub und Dreck bei Heckenschnitt

Von: -ks-
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Keine Regel ohne Ausnahme: Sch
Keine Regel ohne Ausnahme: Schonende Beseitigung von Heckenzuwachs ist auch in der Vogelbrutzeit zur Verkehrssicherung erlaubt. Foto: imago

Baesweiler. „Den Mitarbeitern ist nicht bewusst gewesen, dass Staub und Dreck in die Gärten geblasen wird”, hat sich Bürgermeister Dr. Willi Linkens für den Ärger um Heckenschnitt Am Muldenpfad in Setterich entschuldigt.

Besagter Staub war aufgeschleudert worden, als der Schnitt mit einem Gebläse „zusammengefegt” werden sollte.

Allerdings legt Linkens Wert darauf, dass die eingesetzten Kräfte der Stadt nicht gegen Auflagen des Vogelschutzes verstoßen hätten. Auch in der Brutzeit sei schonende Form- und Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen erlaubt, was allerdings auch die Leserin grundsätzlich zugebilligt, aber in diesem Fall in Zweifel gezogen hatte.

Hier handelt es sich um einen Wirtschaftsweg, der von Landwirten benutzt wird. Diese hätten - wie jedes Jahr - die Stadt Baesweiler darum gebeten, die Hecke zurückzuschneiden, damit sie nicht mit ihren Gerätschaften hängen bleiben. Dieser Verkehrssicherungspflicht müsse die Stadt auch nachkommen. Das gelte im Übrigen auch an anderen Stellen im Stadtgebiet, wo zum Beispiel Fußgänger oder Radfahrer beeinträchtigt oder gar gefährdet werden.

Dies bekräftigte gegenüber unserer Zeitung der für die Stadt Baesweiler arbeitende Gärtnermeister Johannes Juchems. Zum Schnitt sei im Bereich Am Muldenpfad ein sogenannter Schlegelmäher mit rundlaufenden Messern im Einsatz gewesen, der den Schnitt in einem Zug mulcht, was wieder den Einsatz des Handbläsers nach sich zieht. Entfernt wurde der frische Jahresbetrieb, der bis zu 50 cm lang werden kann.

Keinesfalls sei in die Substanz der Hecke geschnitten worden. Ein Radikal- oder Stockschnitt sei in der Brutphase nicht zulässig. Juchems fühle sich als Gärtnermeister dem Schutz der Natur besonders verbunden. Ihm und seinen Leuten käme nicht in den Sinne, Nester zu zerstören.

Im aktuellen Fall seien nach Beschwerde der Anwohnerin die Arbeiten per Heckenschere fortgesetzt worden.
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