Baesweiler - Statt Bällen werden bald die Bagger rollen

Radarfallen Bltzen Freisteller

Statt Bällen werden bald die Bagger rollen

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
Sportplatz vor dem Ende: Wo de
Sportplatz vor dem Ende: Wo derzeit noch der Rasen sprießt, bestimmen demnächst Baukräne die Szenerie auf dem Areal an Schmiedstraße und Adenauerring. Foto: Stefan Klassen

Baesweiler. Das Aus für den Sportplatz an der Schmiedstraße in Setterich ist besiegelt. Der Stadtrat hat beschlossen, das Areal in Bauland umzuwandeln. Nur die SPD-Fraktion, die sich bereits im Vorfeld der Entscheidung gegen den Entwurf des Bebauungsplans 100 ausgesprochen hatte, versagte ihre Zustimmung.

Die Verantwortlichen der Stadt Baesweiler wollen mit dem Erlös durch die Grundstücksverkäufe den angeschlagenen kommunalen Haushalt halbwegs auf Kurs halten. So sollen auf dem 1,72 Hektar großen Areal etwa 27 Einzel- und Doppelhäuser entstehen, so der bisherige Planungsstand. Das Baugebiet wird demnach durch eine ringförmige Straße erschlossen, an der die neuen Wohnheime ihren Platz bekommen sollen.

Haushaltsloch stopfen

Die Sportanlage an der Schmiedstraße, so sehen es die große Ratsmehrheit und die Stadtverwaltung, sei für den Vereins- und Schulsport nicht zwingend erforderlich. So nutze beispielsweise der SC 07/86 Setterich vorzugsweise die Sportanlage an der Wolfsgasse wo ein Rasenplatz, Aschenplatz, Laufbahn und Leichtathletikanlage zur Verfügung stehen. Die Anlage an der Schmiedstraße diene derzeit noch der benachbarten Realschule und werde gelegentlich von der Barbaraschule für Sportfeste genutzt. Den Schulen stehe natürlich auch die Sportanlage an der Wolfsgasse zur Verfügung. Zudem könnten Freiflächen an den Schulen künftig für Sportaktivitäten wie Hoch- oder Weitsprung hergerichtet werden. Kurzum: Eine Sportanlage in Setterich - die an der Wolfsgasse - reiche aus.

„Wir haben auch künftig genügend Kapazitäten für Trainigs- und Spielbetrieb”, meinte CDU-Fraktionschef Mathias Puhl. Zwar falle es den Christdemokraten nicht leicht, den Sportplatz an der Schmiedstraße aufzugeben, „die Stadt benötigt aber dringend das Geld”. Einerseits sei die Umwandlung des Bereichs eine „schmerzliche Entscheidung”, andererseits stoße diese „in der Bevölkerung auf Verständnis”.

Gabi Bockmühl, die Vorsitzende der SPD-Fraktion, erkennt hingegen „in der Bevölkerung keine einhellige Meinung”, wie sie in der Ratssitzung konstatierte. Vielmehr habe es die Mehrheitsfraktion CDU in der Vergangenheit versäumt, Geld an anderer Stelle einzusparen oder zusammenzubringen. Durch eine andere Schulpolitik etwa könnten mehr Kinder, die derzeit in andere Städte auspendeln, in der Stadt gehalten und somit höhere Zuschüsse vom Land eingenommen werden. „Doch darauf verzichtet die CDU und sitzt stattdessen die Schulproblematik aus”, kritisierte die Fraktionschefin. Was Puhl im Stadtrat allerdings als „Ablenkungsmanöver” abhakte. Auch den Vorwurf von SPD-Ratsherr Alfred Mandelartz, die Umwandlung des Sportplatzes in Bauland sei „durchgepeitscht” und übereilt beschlossen worden, wollte er nicht gelten lassen.

Für den Baesweiler Grünen-Fraktionschef Rolf Beckers macht eine Konzentration des sportlichen Geschehens in Setterich indes „durchaus Sinn”. Und wenn noch, wie beabsichtigt, die an der Schmiedstraße installierte Flutlichtanlage abgebaut und an der Wolfsgasse aufgestellt werde, sei Vereinen und Schulen ein guter Dienst erwiesen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert