Statt auf „Malle“ viel lieber im Handball-Camp

Von: pohl
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Mächtig viel Spaß miteinander haben: Auch das ist eine Intention des Feriencamps, das Club Westwacht Weiden nunmehr seit zehn Jahren anbietet. Auch Club-Präsident Josef Kuck (rechts) freut sich über den Zuspruch. Foto: Pohl

Würselen. Josef Kuck, Präsident des Würselener Handballvereins Westwacht Weiden, lacht herzhaft , als er von einer Familie erzählt, die Interessenkonflikte beheben muss: „Die Eltern möchten nach Mallorca, die beiden Kinder aber lieber in unser Handball-Camp“. Schwitzen und trainieren anstatt Sonne und faulenzen in den Herbstferien?

Josef Kuck, freut sich natürlich über solche Entscheidungen. Denn, so sagt er auch stolz: „Wo bekommt man denn für den kleinen Beitrag von 15 Euro Sport, Gemeinschaft, Verpflegung und spannende Ferien geboten“.

Seit zehn Jahren betreibt der Klub als Ausrichter das Feriencamp. Zur ersten Ausgabe sammelten sich 25 Kinder und Jugendliche in der Halle Parkstraße. Zwischenzeitlich waren es mal 86 Teilnehmer (2013). In diesem Jahr zählte man 40 Interessenten. „Wir machen die Qualität einer solchen Veranstaltung nicht an den Teilnehmerzahlen fest“, betont Ernst Kuck, sportlicher Leiter der Abteilung Handball.

Auch soll dieses Camp „nicht allein aus dem Handball heraus gesteuert werden“, ergänzt Öffentlichkeitsarbeiter Peter Kremer. Handball ist nur ein Teil dessen, was das Feriencamp angeht. Jürgen Bayer, Geschäftsführer der Abteilung Handball beschreibt das Angebot auch zur Förderung der sportlichen Fitness als geeignet. „Das Erreichen der sportlichen Fitness ist letztendlich unser Hauptziel“.

Es wird gemeinsam mit der HSG Würselen (ihr gehören der VfL Bardenberg, Westwacht Weiden und der TV Scherberg an) abgewogen, wie die Gruppen zusammengesetzt werden und darauf geachtet, „dass die Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren viel Spaß bei der Bewegung mit und ohne Ball haben“. Peter Kremer: „Bei uns findet nicht nur die Förderung, sondern auch die Forderung statt“.

An allen vier Tagen wird mit verschiedenen Trainern – auch aktiven Sportlern aus der Oberliga-Mannschaft der Westwacht – gearbeitet. Das sind teilweise kleine Idole für die Kinder. Jeder Übungseinheit an den Vormittagen folgt ein gemeinsames Mahl. Am letzten Abend übernachten die jungen Sportler gemeinsam in den Hallen und ein Abschlussfrühstück schließt sich an. So vermittelt der Verein auch soziale Kompetenzen.

Von diesem Konzept zeigte sich auch Stadtsportbund-Geschäftsführer Friedhelm Pongs und Ralf Steinbrecher als Vertreter des Hauptsponsors (Actimonda) recht beeindruckt. Steinbrecher stellte heraus: „Als Krankenkasse finden wir das selbstverständlich sehr unterstützenswert. Denn hier stimmt das Gesamtkonzept“.

Ernst Kuck freut sich auch über den Zulauf aus anderen Städten. So wurden Anmeldungen aus Eschweiler und auch aus Herzogenrath gerne registriert. Kleine Geschenke hatte Klubvorsitzender Josef Kuck dann auch noch zu verteilen. Ernst Kuck und Jürgen Bayer widmen sich seit zehn Jahren gemeinsam dem Camp. „Jedes Jahr opfern sie eine Woche ihres Urlaubs dafür“. Was Jürgen Bayer zu einem klassischen Tempogegenstoß trieb. „Ich bin ja auch lieber im Camp als auf Malle . . .“

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