Starker Beifall für Bläser-Quintett

Von: ehg
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Mit großer Spielfreude: Das Bläser-Quintett begeistert die Zuhörer im Pfarrheim von St. Pius. Foto: Karl-Heinz Klinkenberg

Würselen. Ein kammermusikalischer Hochgenuss war die „Sommerliche Bläserserenade“, zu der „Pius am Mittwoch“ ins Pfarrheim an der Ahornstraße eingeladen hatte. Gestaltet wurde sie von einem Quintett, das sich überwiegend aus Solo-Bläsern der „Sinfonetta Regio“, dem Sinfonieorchester der Städteregion Aachen, zusammensetzt.

Als renommierte Musiker, die sich seit Jahren schon bestens kennen und miteinander musizieren, „entpuppten“ sich Gerda Schwartz (Flöte), Bernd Schulz (Oboe), Günter Mänz (Klarinette), Nico Housen (Horn) und Claudia Heuschen (Fagott). Mit einer Suite von gefälligem Charme eröffnete das Ensemble sein Konzert. Altungarische Tänze aus dem 17. Jahrhundert, die der zeitgenössische ungarische Komponist Ferenc Farkas gesammelt und im alten Stile neu arrangiert hat, wurden zu Gehör gebracht. Auf das beschwingte Intrada und den einfühlsamen Choral folgten drei Tänze aus verschiedenen Volksgruppen seiner Heimat. Das versierte Ensemble machte Appetit auf mehr. Und ließ sich auch nicht zweimal bitten. Es intonierte voller Spielfreude das romantische Quintett op 79 des deutschen Komponisten August Klughardt, der zu seiner Zeit für diese Komposition, eine von drei unvergessenen Werken, Lob von Johannes Brahms erntete. Die Musiker lebten sich auch solistisch immer wieder aus, erst recht aber im ausgereiften Zusammenspiel. Viel Facetten der Tonkünste wurden von ihnen ausgelotet. Mitreißend war das „Allegro molto vivace“. Das begeisterte Publikum spendete auch bei dieser Darbietung für eine meisterliche subtile Leistung anhaltenden Applaus.

Seine Vielseitigkeit stellte das fünfköpfige Ensemble nach der Pause zunächst mit Joseph Rheinbergers „Pastorale“ aus der Sonate Nr. 12, op. 154 unter Beweis. Die Konzertbesucher machten Bekanntschaft mit einem in Vaduz geborenen und auch bestatteten Komponisten, der in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts seine musikalische Schaffenskraft in München entfaltete. Schließlich kam noch der vielseitige, von russischen Romantikern beeinflusste französische Komponist Claude Debussy zu „Wort“. Die fünf Bläser brillierten mit der „Petite Suite“. Und durften sich ob ihrer an den Tag gelegten Virtuosität feiern lassen.

Nach der Sommerpause wartet am 26. August der im Mai ausgefallene Abend mit Liedern von Johannes Brahms und Richard Wagner auf die „Pius am Mittwoch“-Freunde.

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