Städtische Gesellschaft übernimmt Pflege der Friedhöfe

Von: Karl Stüber
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Ein bald „historisches” Bild
Ein bald „historisches” Bild? Überquellende Gitterboxen und Müll, wie hier auf dem Nordfriedhof, soll es jedenfalls nach Auffassung der Stadt Alsdorf mit der Neuvergabe der Friedhofspflege nicht mehr geben. Foto: Stüber

Alsdorf. Die Stadt Alsdorf will die zuletzt von Bürgern in ihrer mangelhaften Qualität heftig kritisierte Pflege der Friedhöfe rekommunalisieren.

Vor Allerheiligen war des Bürgers Zorn hochgekocht, als zum Beispiel auf dem Nordfriedhof die für Grünschnitt vorgesehenen Gitterboxen überquollen und die Müllgefäße aus allen Nähten platzten. Zudem ließ die Beseitigung von Laub arg zu wünschen übrig. Die Stadt hatte daraufhin den beauftragten Unternehmer in die Pflicht genommen und angekündigt, eine grundsätzliche Neuregelung der Politik vorzuschlagen. Schon da zeichnete sich ab, dass die Stadt den Aufgabenbereich gerne wieder in die eigene Hand nehmen möchte.

Mit Ausnahme von Hoengen

Der Stadtrat wird heute in nicht-öffentlicher Sitzung beschließen, dieses Dienstleistungspaket - es geht um die Grünpflege und die Bewirtschaftung der Trauerhallen - nicht mehr extern an einen Unternehmer zu vergeben, sondern die GSG Grund- und Stadtentwicklung GmbH (GSG neu) damit zu beauftragen. Nur der Friedhof in Hoengen wird noch mindestens bis Ende 2012 von einem Unternehmen gepflegt werden, weil hier der Vertrag nicht mit Jahreswechsel ausläuft. Bürgermeister Alfred Sonders sagte auf Anfrage vorab, dass sich darin die Verwaltung und die Fraktionen grundsätzlich einig seien. Vorausgegangen sei eine umfassende interfraktionelle Informationsrunde. Er rechne mit einer breiten Mehrheit für die Neuregelung.

Die GSG ist bekanntlich eine „Tochter”-Gesellschaft der Stadt Alsdorf. Dies sei überaus zweckdienlich, führte Sonders aus. „Die in diesem Jahr angepassten Gebühren brauchen nicht erhöht werden”, sagte er. „Wir können auf diese Weise also Gebührensicherheit schaffen und eine Qualitätssteigerung erzielen.” Die Möglichkeiten, nach Auftragsvergabe auf die Ausführung der Arbeiten Einfluss nehmen zu können, sei bei einer städtischen Gesellschaft natürlich viel eher gegeben als bei einem Unternehmen. „Da könnten wir uns ja nur als Auftraggeber beschweren und die Zahlungen als Konsequenz kürzen oder einstellen”, weiß der Bürgermeister leidvoll aus den jüngsten Erfahrungen.

„Die alte Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft hat bereits Erfahrungen mit der Pflege der Spielplätze im Stadtgebiet gesammelt. Das läuft da auch überaus zufriedenstellend”, setzt Sonders auf eine bewährte Karte. Gärtnerisches Know-how sei vorhanden, allerdings müssten Fuhrpark und Gerätschaften aufgestockt werden. Zudem sollen zehn in Grünpflege erfahrene Mitarbeiter neu eingestellt werden, zwei davon, die bislang - vom Verein für Berufliche und Allgemeine Weiterbildung (VabW) kommend - bei der Industrie- und Gewerbepark Alsdorf GmbH (IGA), also ebenfalls einer städtischen Tochter-Gesellschaft, im Einsatz waren.
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