Würselen - Städtebau und Verkehrswege sind die Schwerpunkte

Städtebau und Verkehrswege sind die Schwerpunkte

Von: Ernst-Hubert Gier
Letzte Aktualisierung:
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Der Bürgermeister begrüßte zum Neujahrsempfang auch Sternsinger aus der Morsbacher Pfarre St. Balbina (Bild) mit Kaplan Huu Duc Tran, die ihren Segensgruß mit „Buscamos la paz” (Kinder brauchen Frieden) überbrachten. Die Pfadfinder aus Bardenberg gesellten dazu das „Friedenslicht aus Bethlehem”.

Würselen. „Wir brauchen in der heutigen Zeit unter den äußerst schwierigen Rahmenbedingungen mehr Mut zu Neuem”, sagte Bürgermeister Werner Breuer bei seinem zehnten und letzten Neujahrsempfang, den er - musikalisch untermalt vom Orchester der Stadt Würselen - in der Aula Klosterstraße gab.

„Die Ausgangslage der Stadt ist im Vergleich zu anderen Kommunen sehr gut. Wir müssen diese Vorteile und Chancen nur intensiv nutzen.” Für die Zukunft sei es notwendig, die Zusammenarbeit in den Mittelpunkt zu stellen und nicht Einzelinteressen. Was die Bewältigung der anstehenden Probleme anbetreffe, sei er optimistisch, weil es in Würselen schon immer Bürgerinnen und Bürger gegeben habe, „die sich mit großem Engagement und Beharrlichkeit für unsere Heimatstadt eingesetzt haben”. Er hielt es mit Schiller: „Frisch also. Mutig ans Werk!”

Da es noch viel und Wichtiges in den nächsten Monaten auf den Weg zu bringen gelte, verschob Bürgermeister Breuer das Abschied nehmen auf Oktober, wenn seine zweite Amtszeit beendet sein wird. Bei seinem Blick zurück betonte er: „Würselen hat sich im Vergleich zu den Nachbarkommunen sehr gut weiter entwickelt.” Für die gesamtstädtische Zukunft sei weiterhin die Innenstadtentwicklung, die er zur „Königsdisziplin” erhob, äußerst wichtig.

Der Ratsvorsitzende erinnerte daran, wie in den verflossenen zehn Jahren in Würselen Zukunft gestaltet wurde. Dass einiges richtungsweisend geschaffen worden sei, könne man an der Entwicklung der Außengastronomie erkennen. Werner Breuer ließ keine Zweifel aufkommen: „Die Umbaumaßnahme am Markt muss kurzfristig abgeschlossen werden.”

Mit Stolz blickte er auf die fast abgeschlossene Entwicklung des Reckergeländes, das sich von einer Industriebrache zu einem Einzelhandelsmittelpunkt in der Innenstadt mit rund 300 neuen Arbeitsplätzen entwickelt habe. Mit dem im ersten Bauabschnitt umgesetzten Kalkhaldenpark präsentiere sich ein innerstädtisches Naherholungsgebiet von höchster Qualität.

Millionen für die Schulen

In die Schulen der Stadt wurden in den verflossenen zehn Jahren fast 30 Millionen Euro investiert. Seit einigen Wochen werde das Computerprojekt „Lemmon” in allen Häusern umgesetzt. Im Gewerbegebiet Aachener Kreuz wurden in den vergangenen neun Jahren rund 91.000 Quadratmeter Grundstücksfläche vermarktet und 888 Arbeitsplätze geschaffen. Der Verwaltungschef räumte aber ein, dass auch Arbeitsplätze verloren gegangen wären.

Nach der Bestandsaufnahme der Ausblick: Städtebaulich sei es wichtig, die Entwicklung des Singergeländes voranzutreiben, Entscheidungen zur Entwicklung am Markt zu treffen sowie das Gebiet Mauerfeldchen und Merzbrück zu fördern. Der Schwerpunkt seiner Arbeit werde in den nächsten Monaten in der Realisierung der Osttangente liegen. Bis Ende 2010 werden zwischen dem Willy-Brandt-Ring und der Eschweilerstraße für rund zehn Millionen Euro zwei Brücken, sechs Kreisverkehre, ein Mitfahrer-Parkplatz und rund 2,3 Kilometer Straße gebaut.

Das weitere Ziel des Rates müsse sein, die Kreisstraße 34 über den Anschluss Merzbrück an Linden-Neusen vorbei bis zur K10 bei Warden zu verlängern, „damit auch die Anwohner Linden-Neusens endlich Entlastung vom Durchgangsverkehr erfahren”.

Mit dem Spatenstich zum Bau der Station für den Rettungshubschrauber Christoph Europa1 sei der Startschuss zu einer zukunftsfähigen Entwicklung des Gewerbegebietes Merzbrück und seines Flugplatzes gefallen. Bis 2010 soll das Planfeststellungsverfahren für den Landeplatz abgeschlossen werden. Die Vorentwürfe für die Bebauungspläne, die die Stadt für das rund 22 Hektar große Gewerbegebiet aufstellt, würden in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt.

Lebensqualität behalten

Nach Jahren der Diskussion sei es im vergangenen Jahr gelungen, ein breites politisches Votum für eine qualitätsvolle Nutzungsmischung aus Wohnen, Einzelhandel und Dienstleistung zur Aktivierung der Singerbrache zu erreichen: das „Singer-Höfe-Konzept”.

Zur zentralen Aufgabe von Rat und Verwaltung machte der Bürgermeister die Erhaltung der Lebensqualität und die Sicherung der Grundversorgung der Menschen. In Bezug auf die Haushaltskonsolidierung bedeute das: „Wir müssen uns am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.” Einen Wunschzettel der Bürger, auch solche der Politik, könne es in den nächsten fünf Jahren nicht geben.
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